Welche ETFs kaufen für 2020 bis 2050? | 3 Strategien für Anfänger

Heute sprechen wir über die besten ETFs für dein Depot. Hierzu stelle ich dir drei einfache ETF-Strategien vor. Alle Strategien richten sich an langfristige Anleger. Das kann z. Bsp. ein Zeitraum von 2020 bis 2050 sein.

Ich habe die Strategien nach dem Risiko sortiert.

  • Am Anfang stelle ich dir eine ganz simple Lösung vor. Einfacher geht Geldanlage kaum.
  • Meine zweite Methode ist ein bisschen spekulativer und erlaubt es dir, mehr Risiko einzugehen.
  • Die dritte Strategie ist mein persönlicher Favorit, aber auch am spekulativsten. Dabei setze ich auf künftige Megatrends. Da stelle ich dir 6 spannende Trends der Zukunft vor und verpacke sie in eine ETF-Strategie.

Schau dir unbedingt alle drei Strategien an, um deinen persönlichen Favoriten zu finden. Du kannst alle Strategien per Einmalanlage oder ETF-Sparplan umsetzen.

1. Konservativ

Fangen wir mit der konservativen Strategie an. Hier habe ich mich für eine 1-ETF-Lösung entschieden. Du besparst also nur einen einzigen ETF und deine Geldanlage ist beendet.

Um das Risiko so niedrig wie möglich zu halten, benötigen wir ein Produkt, das die ganze Welt nachbildet. Da habe ich zwei Möglichkeiten für dich. Um diese Strategie umzusetzen, braucht es jedoch einen günstigen Broker.

Seit kurzem gibt es einen Broker, wo du ETF-Sparpläne dauerhaft für 0 Euro besparen kannst. Die meisten Broker verlangen 1,5 % der Kaufsumme.

Du kannst dort Aktien für nur 1 einzigen Euro kaufen. Der Broker bietet allerdings nur ETFs von iShares an.

Zum Glück hat iShares einen attraktiven Welt-ETF, nämlich den MSCI ACWI. Das Kürzel ACWI steht für All Countries World Index. In diesem Index sind über 2.700 Unternehmen aus mehr als 45 Ländern enthalten. Dazu zählen Industrie- und Schwellenländer.

Du kannst diesen ETF bei meinem eben verlinkten Broker für 0 Euro besparen. Die minimale Sparsumme liegt bei 25 Euro.

Der ETF hat nur einen Nachteil: Die laufenden Kosten liegen bei 0,6 %. Wünscht du dir günstigere Gebühren, ist der Vanguard All-World eine sinnvolle Lösung.

Hier beträgt die Gesamtkostenquote nur 0,22 %. Dafür fallen beim Kauf Gebühren an. Ich habe einen Broker verlinkt, wo du den Vanguard-ETF sicher und seriös besparen kannst:

Ob MSCI ACWI oder Vanguard All-World, beide Lösungen sind einfach. Du besparst den ETF jeden Monat mit einer festgelegten Summe. Sonst brauchst du dich um nichts zu kümmern.

Als Anleger gehst du davon aus, dass unsere Welt weiterhin wächst. Das ist sehr wahrscheinlich, denn die Weltbevölkerung steigt. Es gibt immer mehr technische Innovationen. Deshalb ist es meiner Meinung nach sehr sinnvoll, auf eine positive Weltentwicklung zu setzen.

2. Ausgewogen

Kommen wir zu meiner zweiten Strategie. Diese Strategie richtet sich an ausgewogene Anleger. Du möchtest ein wenig mehr Risiko eingehen. Hier finde ich einen Mix aus MSCI World und MSCI Emerging Markets sinnvoll.

  • Der MSCI World beinhaltet um die 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern.
  • Dagegen setzt der MSCI Emerging Markets auf 24 Schwellenländer. Dort sind um die 1.200 Aktien enthalten.

Das ist der mit Abstand größte MSCI World ETF. Die Kosten für diesen ETF sind fair.

Hier siehst du einen MSCI Emerging Markets ETF. Allerdings ist die Gesamtkostenquote mit 0,75 % ein bisschen hoch. Das geht günstiger.

Für diesen MSCI Emerging Markets ETF sind es nur 0,2 %. Im Vergleich zu 0,75 % ist das ein deutlicher Unterschied.

Du hast nun zwei ETFs. Kommen wir zur Preisfrage: Wie soll ich beide ETFs gewichten?

  • Auf der einen Seite haben wir mit dem MSCI World 23 Industrieländer.
  • Auf der anderen Seite steht der MSCI Emerging Markets mit 24 Schwellenländern.

In der Fachliteratur wird häufig eine 70:30 Aufteilung empfohlen.

Die Industrieländer sind dabei mit 70 % übergewichtet.

Beispiel: Möchtest du 100 Euro anlegen, legst du 70 Euro in World und 30 Euro in Emerging Markets an.

Du kannst aber auch mehr Risiko eingehen. Siehst du eine glorreiche Zukunft bei den Schwellenländern? Dann kannst du die Emerging Markets mit 40 oder sogar 50 % gewichten. Für Anfänger ist jedoch das 70:30-Verhältnis am besten geeignet.

3. Spekulativ

Kommen wir zur letzten ETF-Strategie. Ich finde diese Strategie am spannendsten. Im Gegensatz zu den anderen beiden Taktiken ist das Risiko höher. Bei dieser Strategie setzt du auf die Megatrends der Zukunft. Theoretisch könntest du dir einzelne Aktien herauspicken.

Das ist aber deutlich komplizierter. Hierfür musst du dich intensiv einlesen. In 30 Jahren kann alles anders kommen. Am Ende setzt sich ein Mitbewerber durch und du hast aufs falsche Pferd gesetzt. Daher sind breit gestreute ETFs für viele Anleger die bessere Wahl.

In Deutschland gibt es die sogenannte Megatrend-Map vom Zukunftsinstitut. Ja, es gibt bei uns Trend- und Zukunftsforscher. Das Institut hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. In der Karte stehen zahlreiche Megatrends. Du kannst die Trends einzeln durchgehen und nach Investments suchen.

Basierend auf der Megatrend-Karte habe ich mir 6 Favoriten herausgesucht. Du kannst alle ETFs bequem bei meinem 0 Euro Sparplan-Broker besparen.

Fangen wir mit den sechs Megatrends an!

Mehr Menschen benötigen mehr Wasser. Logisch. Hast du bereits dieses Zitat gehört: »Die Kriege der Zukunft werden ums Wasser geführt.« Deshalb würde ich als Anleger auf Wasser setzen.

Eine weitere spannende Branche ist die digitale Sicherheit.

Bereits jetzt investieren Unternehmen hohe Beträge, um ihre Daten vor Hackern zu schützen. In Zukunft werden sich die Ausgaben noch weiter erhöhen. Mit diesem ETF setzt du auf die digitale Sicherheit.

Mein dritter ETF setzt auf den Megatrend alternde Bevölkerung.

Da finde ich Gesundheitsvorsorge spannend. Es gibt immer mehr alte Menschen. Und diese Menschen möchten natürlich möglichst lange leben. Das Interesse an diesem Sektor ist groß. Zeit ist das wertvollste Gut, was wir Menschen haben.

Digitalisierung ist mein nächster Megatrend. Unsere Welt wird immer digitaler. Industrie 4.0 ist da ein wichtiges Stichwort. Immer mehr Prozesse werden auf Computer übertragen. Früher lief z. Bsp. alles über Zettel ab. Ein Kundenauftrag wurde manuell in Papierform notiert. Heute läuft das digital über Rechner ab. So kann der Auftrag schneller verarbeitet werden. Selbst das Finanzamt akzeptiert inzwischen eine digitale Steuererklärung.

In Zukunft wird quasi alles digital ablaufen. Dieser ETF setzt auf den Megatrend Digitalisierung. Der Wandel hat jedoch bereits heute begonnen.

Mein fünfter Megatrend ist die Automatisierung.

Und hier siehst du den ETF dazu. Dieser Megatrend kommt öfters in den Medien. In der Regel dann, wenn Arbeitsplätze wegen der Automatisierung und durch moderne Roboter wegfallen. Der Mensch als Arbeitskraft wird nicht mehr benötigt. Ein Roboter kann die Arbeit schneller, günstiger und ohne Pausen erledigen. Da wird es in Zukunft weitere Fortschritte geben.

Einige Menschen befürchten, dass in Zukunft deswegen zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen. Es wird über ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert. Das zeigt, wie sehr die Automatisierung unsere Zukunft verändern wird.

Mein letzter Megatrend-ETF setzt auf Elektromobilität. Ich glaube, dass unsere Zukunft von elektrischen Fahrzeugen dominiert wird. Einige Personen glauben an Wasserstoff. Vielleicht kommt da eines Tages wirklich was. Für die nächsten 10, 20 oder 30 Jahre glaube ich jedoch mehr an Elektro-Fahrzeuge.

Und hier ist der passende ETF von iShares dazu! Der ETF beinhaltet Aktien aus den Sparten Elektrofahrzeuge und Fahrtechnik.

Das waren meine 6 Megatrends. Du kannst sechs ETF-Sparpläne mit jeweils 25 Euro einrichten. Das sind 150 Euro im Monat.

Bei diesem Broker fallen für die vorgestellten sechs ETFs dauerhaft keine Orderkosten an:

Es spielt also keine Rolle, ob du 5 oder 10 ETF-Sparpläne einrichtest. Du kannst auch weitere Megatrends dazunehmen.

Ich finde die vorgestellten sechs ETFs sehr spannend und würde sie alle gleich gewichten. Aber denk dran: Meine dritte Strategie hat das größte Risiko. Strategie 1 und 2 sind deutlich konservativer.

Rechtlicher Hinweis: Jegliche Informationen in diesem Beitrag dienen nur der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernommen, sie können komplett falsch sein.

1 Kommentar
  • Antworten Yannik

    2. Dezember 2019, 10:43

    Hallo,

    interessanter Beitrag.
    Eine Frage stellt sich mir aber, warum hast du bei Option zwei und drei je einmal den ausschüttenden EFT und die anderen Male den thesaurierenden ETF gewählt? Gibt es dafür einen besonderen Grund?

    Viele Grüße Yannik

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