Bondora Erfahrungen: Wie schneidet Go & Grow im 1.000 € Echtgeld Test ab? (für 2020)

Ich habe Bondora mit 1.000 Euro Echtgeld getestet. In diesem Tutorial erzähle ich dir meine Erfahrungen zur P2P-Plattform.

  • Ich zeige dir zahlreiche Screenshots, damit du die Oberfläche kennenlernst.
  • Du erfährst, ob Bondora seriös ist und welche Rendite ich mit meinen 1.000 Euro erzielen konnte.
  • Natürlich gehe ich auch auf die Risiken ein.
  • Ich möchte dir einen Überblick von A bis Z geben. Du siehst, wie die Geldanlage von der Einzahlung bis hin zur Auszahlung abläuft.

Nachdem du dieses Video geschaut hast, bist du voll aufgeklärt. Du hast das Wissen, um zu entscheiden, ob du 2020 in P2P-Kredite investieren möchtest. Ich würde sagen, fangen wir direkt mit meinem Bondora Test an!

1. Hintergrund

Bondora befindet sich seit 2009 auf dem Markt. Die P2P-Plattform gibt es nun seit über 10 Jahren. Damit zählt Bondora zu den Pionieren der P2P-Szene. Der Geschäftssitz befindet sich in Tallinn, das ist die Hauptstadt Estlands.

Laut Bondora sind über 92.900 Menschen auf dieser Plattform aktiv. Sie haben mehr als 323 Millionen Euro investiert und hierfür 36 Millionen Euro an Zinsen verdient. Die Zahlen zeigen: Bondora zählt zu den wichtigsten P2P-Plattformen.

Das waren nun die harten Fakten, blicken wir ein wenig hinter die Kulissen. Was sind P2P-Kredite überhaupt? P2P-Kredite sind Darlehen von privat an privat. Als Investor leihst du anderen Privatpersonen Geld. Dafür erhältst du Zinsen.

Die Sache hat aber einen Haken: Wenn du einem Freund 100 Euro in die Hand drückst, weißt du nicht, wann du das Geld zurückerhältst. Unter Freunden ist es komisch, alle paar Tage nachzufragen. Wie kann ich also mein Geld an Privatpersonen verleihen?

Hier kommt Bondora ins Spiel.

Bondora kümmert sich höchstpersönlich um die Kreditvergabe. Das ist die Seite für Kreditnehmer. Sie ist nicht auf Deutsch verfügbar, da es in Deutschland keine Kredite von Bondora gibt.

Hier siehst du die Märkte, in denen Bondora aktiv ist. Es sind Estland, Spanien und Finnland.

Über 50 % aller P2P-Kredite laufen in Estland. Das ist auch logisch, denn die Plattform ist in Estland gestartet. Bondora ist noch nicht so lange in Spanien aktiv. Das ist quasi der Markt der Zukunft. Bondora möchte das Engagement in Spanien ausbauen, um mehr P2P-Kredite für Investoren anbieten zu können.

Zurück zur Kreditvergabe. Privatpersonen können auf dieser Website ein Darlehen von Bondora beauftragen. Im Anschluss prüft Bondora die Bonität des Verbrauchers. Der Antragsteller muss sich den Kredit leisten können. Verläuft die Kreditprüfung positiv, wird der Kredit an die Privatperson vergeben.

Und hier kommst du ins Spiel. Du kannst dich über Bondora an diesem Privatkredit beteiligen. Das geht über verschiedene Produkte.

2. Produktangebot

Bondora bietet drei verschiedene Produkte an.

Das sind der Portfolio-Manager, Go & Grow und Portfolio Pro. Jedes Produkt hat eigene Besonderheiten.

Portfolio-Manager

Fangen wir mit dem Portfolio-Manager an. Du kannst ein Startkapital und eine monatliche Einzahlung festlegen.

Ich habe 1.000 Euro als Startkapital festgelegt. Oben wählst du dann aus, wie viel Risiko du eingehen möchtest. Ich habe »ausgewogen« ausgewählt. Mein erwarteter Umsatz liegt dann bei 74 bis 154 Euro.

Bei »ultra-konservativ« wären es nur 42 bis 122 Euro.

Das andere Extrem »opportunistisch« könnte mir nach einem Jahr 88 bis 168 Euro Rendite bescheren.

Beim Portfolio-Manager legst du als die Höhe deines Investments und eine Anlagestrategie fest. Um den Rest kümmert sich Bondora. Das Tool kauft dir P2P-Kredite, die deiner Risikoklasse entsprechen.

Portfolio Pro

Portfolio Pro ist eine Erweiterung vom Portfolio-Manager. Ich habe dir die wichtigsten Besonderheiten in den zwei grünen Boxen markiert:

Dir stehen viel mehr Einstellungsmöglichkeiten als vorher zur Verfügung. Beim Portfolio-Manager hast du dich auf die Risikoklasse konzentriert. Portfolio Pro bietet dir deutlich mehr Einstellungen.

  • Du kannst entscheiden, in welche Risikoklassen du investieren möchtest.
  • Du kannst auch die Kreditlaufzeiten festlegen und einzelne Länder ausschließen.

Portfolio Pro richtet sich an erfahrene P2P-Anleger. Wenn du Anfänger bist, ist der Portfolio-Manager die wahrscheinlich bessere Wahl.

Bondora bietet noch ein drittes Anlageprodukt. Dieses finde ich extrem spannend. Dort habe ich echte 1.000 Euro reingesteckt.

Bondora Go & Grow

Es ist Bondora Go & Grow, also das Produkt in der Mitte.

Es bietet einen entscheidenden Vorteil: Du kannst dir das Geld jederzeit auszahlen lassen. Die Zinsen werden die täglich gutgeschrieben. Für Bondora Go & Grow erhältst 6,75 % im Jahr. Es gibt keine Garantie für diese Zinsen. Es kann Senkungen geben. Doch Bondora zahlt diese Zinsen bereits seit über einem Jahr zuverlässig aus. Das spricht für diese P2P-Plattform.

Der Portfolio-Manager und Portfolio Pro haben einen Nachteil: Das Geld ist nicht sofort verfügbar. Es können Kredite ausfallen. Das schmälert die Rendite. Du musst warten und hoffen, dass der Kreditnehmer die Rate endlich begleicht. Vielleicht zahlt er seine Schulden gar nicht mehr zurück.

Fürs Verständnis: Bei P2P-Krediten beteiligst du dich an hunderten oder sogar tausenden Krediten. Wenn du 1.000 Euro investierst, verteilst du dein Geld auf weit über 100 oder 200 Privatdarlehen.

Die minimale Anlagesumme liegt bei einem einzigen Euro. Du kannst also in 1.000 P2P-Kredite für jeweils einen Euro investieren. So kannst du das Risiko clever senken. Bondora macht das ganz einfach per Knopfdruck möglich.

An dieser Stelle möchte ich den Risikohinweis sagen. P2P-Kredite sind eine sehr spekulative Geldanlage. Es ist ein Totalverlust möglich. Daher würde ich niemals mein ganzes Geld in P2P-Darlehen investieren.

Ich würde maximal 5 bis 10 % meines Kapital in P2P-Kredite stecken. Wobei 10 % schon sehr, sehr spekulativ sind. So circa 2 bis 5 % sind für ausgewogene Anleger in Ordnung. Das ist aber keine Anlageberatung, sondern nur meine persönliche Meinung. Sie dient nur der Information und kann komplett falsch sein.

Wieder zurück zu Bondora Go & Grow. Der Portfolio-Manager und Portfolio Pro haben ein gewisses Ausfallrisiko. Fallen ein paar Kredite aus, kannst du dir das Geld nicht sofort auszahlen lassen. Genau das ist die große Stärke von Go & Grow. Eine Auszahlung ist jederzeit möglich. Du musst nicht auf Ausfallrisiken achten oder irgendwelche Strategien zusammenstellen.

Es gibt eine feste Verzinsung von derzeit 6,75 %. Wie gesagt, der Zinssatz ist nicht garantiert. Er kann sich jederzeit ändern. Allerdings gibt es diese 6,75 % bereits seit über einem Jahr. Deshalb habe ich 1.000 Euro in Go & Grow anlegt und nicht in die Portfolio-Baukästen. Ich möchte mich nicht mit irgendwelchen Kreditausfällen herumschlagen.

Kommen wir zu meinem Echtgeld-Test! Bevor du investieren kannst, musst du einen Account erstellen. Für Neukunden gibt es sogar einen Bonus von 5 Euro.

Klick rein, um deinen Account zu erstellen und dir den Bonus zu sichern.

Geld einzahlen bei Bondora

Springen wir zur Einzahlung. Dafür gehst du auf Go & Grow und wählst links den Punkt »Einzahlen« aus.

Danach erscheinen die Einzahlmethoden.

Ich habe mich für Trustly entschieden, da die Einzahlung meist am gleichen Tag auf dem Bondora-Konto eintrifft.

Im dritten Schritt muss man seine Bankdaten eingeben.

Ich habe alles erledigt und das Geld kam am gleichen Tag an. Den Beweis siehst du unten in meiner Statusleiste. 1. November 2011, 11:36 Uhr. Circa 10 Stunden später habe ich meine 1.000 Euro angelegt, wie du im unteren Screenshot siehst.

Hierfür gehst du auf die Startseite von Bondora Go & Grow. Klicke auf »Jetzt anfangen«. Nun kannst du den Grund auswählen, warum du investieren möchtest.

Die Ziele sind eher Spielerei und helfen dir dabei, deine Finanzen besser zu strukturieren. Ich habe mich für »Zusätzliches Einkommen entschieden«. Im nächsten Schritt legst du die Höhe deines Investments fest.

Ich möchte meine 1.000 Euro als Einmalinvestment investieren. Du kannst monatliche Sparraten hinzufügen. Das ist praktisch, wenn du jeden Monat z. Bsp. 50 Euro in P2P-Kredite investieren möchtest. Nicht jeder Sparer hat direkt 1.000 Euro zur Verfügung.

Als Zeitspanne habe ich 1 Jahr festgelegt. Doch das ist eher Spielerei. Du kannst dir dein Geld trotzdem jederzeit auszahlen lassen. Die Zeitspanne ist interessant, weil du unten deine potenzielle Rendite angezeigt bekommst. Bei 1.000 Euro wären es 68 Euro.

Aber denk dran: Es gibt keine Garantie für diese Rendite. Das alles sind unverbindliche Angaben.

Um fortzufahren, muss man nach unten scrollen. Da kann man sein Go & Grow Konto erstellen.

Mit einem Klick ist das erledigt. Nun muss ich auf dieses Konto Geld einzahlen. Das geht im nächsten Bildschirm mit einem Klick auf »weiter«.

Hier wähle ich als Zahlungsart »Bondora« aus. Meine eingezahlten 1.000 Euro befinden sich quasi auf meinem Bondora-Konto. Ich könnte das Geld auch auf die drei Finanzprodukte von Bondora aufsplitten.

Nun muss ich das Empfänger-Konto bestätigen.

Das ist hier Go & Grow. Ich wähle die vollen 1.000 Euro aus. Ich möchte das ganze Geld in Bondora Go & Grow investieren. Mit einem Klick auf »bestätigen« ist alles erledigt.

So sieht der Bildschirm direkt nach dem Investment aus.

Auf meinem Bondora Go & Grow Konto befinden sich nun stolze 1.000 Euro.

3. Kosten und Gebühren

Was hat mich der ganze Spaß gerade gekostet? Bisher keinen müden Cent! Es fallen keine Kontoführungengebühren an. Für die Einzahlung per Trustly musste ich nichts bezahlen.

Theoretisch kann eine Gebühr anfallen. Bei anderen Bondora Erfahrungen habe ich gelesen, dass Trustly und SEPA-Überweisungen normalerweise kostenlos sind. Wenn du wie ich per Trustly einzahlst, wirst du wahrscheinlich nur einen Kostenpunkt beachten müssen.

Bondora berechnet für jede Auszahlung einen Euro. Daher solltest du dir keine 10 Euro auszahlen lassen. Ein Euro macht da 10 % aus. Das ist viel zu viel. Bei 100 Euro macht der eine Euro nur noch einen Prozentpunkt aus. Ich habe mir die 1.000 Euro daher in voller Summe auszahlen lassen. Da lässt sich der Euro locker verschmerzen. Wie die Auszahlung ablief, erkläre ich dir später. Zuerst zeige ich dir die Rendite meines Investments.

4. Rendite

Bondora stellt dir einen Rechner zur Verfügung. Da kannst du ausrechnen, wie viel Geld du mit Go & Grow verdienen kannst. Es gibt jedoch keinerlei Garantie, dass du diese Summen wirklich erhältst. P2P-Kredite sind hochspekulative Investments. Es ist auch ein Totalverlust möglich.

Ich habe 1.000 Euro Echtgeld eingezahlt. Nach einem Jahr sollte ich 1.068 Euro besitzen. Der Rechner geht von 6,75 % im Jahr aus. Im Jahr 2030 hätte ich 2.051 Euro. Mein Geld hätte sich dann verdoppelt. Vorausgesetzt, die Verzinsung von Bondora Go & Grow bleibt konstant bei 6,75 %.

Das war die Theorie, schauen wir uns meine reale Rendite an.

Nach einem Tag wurden mir 18 Cent gutgeschrieben. Ich besaß nun 1.000,18 Euro.

Bondora schüttet die Erträge bei Go & Grow täglich aus. Das ist sehr praktisch. Du kannst dir dein Geld theoretisch täglich auszahlen lassen. Die Erträge sind dann bereits vorhanden. Bei den Portfolio-Baukästen musst du erst deine P2P-Kredit verkaufen. Und da kann es Ausfälle geben. Nicht so bei Go & Grow. Dort kannst du dein Geld sofort auszahlen lassen.

Hier siehst du meinen Kontostand nach einem Monat. Ich hatte 1.005,38 Euro auf meinem Go & Grow Konto. Mein Gewinn lag demnach bei 5,38 Euro. Das sind etwas mehr als 0,5 % und das nach nur einem Monat.

Zum Vergleich: Das Sparbuch ist in Deutschland sehr beliebt. Viele Banken zahlen dort Zinssätze wie 0,02 oder 0,05 %. Und das für ein ganzes Jahr. Bondora Go & Grow hat mir nach einem Monat stolze 0,5 % geliefert.

Dafür ist das Risiko für Go & Grow deutlich höher. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten. Das Sparbuch ist sehr sicher. Du wirst dein Geld zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit behalten. Bei P2P-Krediten sind jedoch jederzeit Ausfälle möglich. Es kann sogar ein Totalverlust eintreten.

Portfolio-Manager und Portfolio Pro bieten übrigens höhere Renditen. Da kannst du auch über 10 % erzielen. Doch das Risiko ist viel höher und du musst mehr Wissen mitbringen. Für mich persönlich ist Bondora Go & Grow das derzeit attraktivste Produkt in der gesamtem P2P-Szene.

5. Auszahlung

Kommen wir nun zur Auszahlung. Dieser Punkt ist sehr wichtig. Daran zeigt sich, wie gut ein Fintech wirklich ist. Muss man ewig auf sein Geld warten, hat das einen bitteren Nachgeschmack.

Um dir dein Geld auszahlen zu lassen, klickst du links auf Geld abheben. Danach wählst du die Zahlungsart aus.

Im nächsten Schritt legst du fest, von wo du das Geld anheben möchtest.

Ich habe nur in Bondora Go & Grow investiert. Deshalb wähle ich dieses Investment aus.

Nun muss ich die Auszahlungssumme eintragen. Ich erhalte 1.004,75 Euro. Ein Euro wird als Auszahlungsgebühr abgezogen. Um diesen Euro kommst du nicht herum.

Ich bestätige die Angaben.

Nun wird mir eine SMS mit einer PIN zugeschickt. Ich muss diese PIN eintragen, um die Auszahlung zu bestätigen. Die Auszahlung ist erledigt. Schau nun auf das Datum rechts unten. Ich habe die Auszahlung am 3. Dezember beantragt.

Am nächsten Tag habe ich mein Girokonto geprüft. Das Geld wurde nur einen Werktag später ausbezahlt.

Meine Bondora Erfahrung zur Auszahlung ist sehr positiv. Mein Geld kam schnell und zuverlässig an.

6. Steuern

Bevor ich über Steuern spreche, noch kurz ein wichtiger Hinweis. Ich bin kein Steuerberater. Meine Infos beruhen auf Internetrecherche.

Bondora führt deine Steuern nicht automatisch ab. Du musst das selber erledigen. Deshalb musst du eine Steuererklärung abgeben, wo du dem Finanzamt deine Gewinne auf Bondora mitteilst.

Bondora bietet ein praktisches Tool an. Da kannst du dir deinen Steuerbericht per Knopfdruck erstellen lassen.

Dafür gehst du auf »Go & Grow« und wählst »Go & Grow Steuerbericht« aus. Im nächsten Schritt kannst du dann die genauen Daten festlegen.

Du kannst dir einen Bericht für alle Portfolios erstellen lassen. Vielleicht hast du noch Geld in Portfolio Pro investiert. Der Steuerbericht berücksichtigt alle Daten aus dem angegebenen Zeitraum.

Fazit

Das war mein 1.000 Euro Echtgeld-Test von Bondora. Zum Abschluss noch ein kurzes Fazit.

Bondora bietet attraktive P2P-Kredite. Ich finde vor allem Go & Grow sehr interessant. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben. Du kannst dir das Geld täglich auszahlen lassen. Das ist eine sehr positive Erfahrung in meinem Bondora Test.

Allerdings darfst du niemals vergessen, dass P2P-Darlehen ein hochspekulatives Investment sind. Es ist ein Totalverlust möglich. Deshalb würde ich maximal 5 bis 10 % meines Kapitals in P2P-Kredite stecken. Das ist ein Prozentwert, mit dem ich nachts ruhig schlafen kann.

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