Corona Aktien – die BESTEN Aktien finden (einfach!) | Bonus: Corona-Depot

Sehr geehrte Damen und Herren, die Schnäppchenjagd ist eröffnet! In den letzten Wochen sind fast alle Aktien wegen dem Corona-Crash stark gesunken.

Heute erkläre ich dir, wie du die besten Aktien für Anfänger findest.

Hierzu stelle ich dir meine persönliche Strategie vor. Sie lässt sich einfach und schnell umsetzen. Als Bonus stelle ich dir zum Schluss ein Anfänger-Depot mit 10 Aktien vor. Ich habe das Depot extra für die aktuelle Corona-Krise zusammengestellt.

Was unterscheidet Walt Disney von TUI?

Beide Unternehmen sind im Tourismus tätig. Disney hat seine weltberühmten Parks, TUI ist ein klassischer Reiseveranstalter. Beide Aktien sind stark gefallen, TUI hat gestern ordentlich Federn gelassen.

Trotzdem würde ich NICHT in TUI investieren, auch wenn der Kurs günstig aussieht. Bei TUI liegt ein deutlich höheres Risiko vor. Kaum jemand bucht in den nächsten Wochen oder sogar Monaten eine Reise. Die Disney-Themenparks werden wohl genauso geschlossen sein.

Aber die Mickey Mouse Aktie hat einen Vorteil: Disney ist viel breiter aufgestellt. Der Betrieb von Freizeiteinrichtungen wie den Themenparks macht ca. 37 % vom Umsatz aus. Doch Disney hat auch TV-Sender und verkauft Konsumgüter wie Kinderbücher. In dieser Nische ist Disney sogar die Nummer 1 der Welt.

Disney wird seine Umsätze auch dann machen, wenn alle daheim rumsitzen. Die Aktie fällt dennoch relativ stark, da die Themenparks Umsatzeinbußen erleiden.

Das restliche Geschäft rund um den neuen Streaming-Dienst Disney+ wird Disney die Existenz sichern. Sobald wieder „Business as usual“ herrscht, könnte die Aktie überproportional steigen.

Anders sieht es bei TUI aus …

Der Reiseveranstalter könnte im Worst-Case pleite gehen. Das Business steht still. Wie soll TUI großartig Umsätze erzielen? Es gibt dort kein Geschäftsfeld, das die Umsatzeinbußen auffangen kann.

Aktuell sichern die finanziellen Rücklagen dem Unternehmen die Existenz. Sobald sie verbraucht sind, kann der Staat als Retter in der Not einspringen. Dann wars aber auch schon.

Deshalb würde ich Anfängern raten, sich nach „Kämpfer-Aktien“ wie Disney umzusehen. Ein Geschäftszweig leidet, der andere sichert das Überleben. Ich würde nicht in Opfer wie TUI investieren. Das Risiko eines Totalverlustes ist zu hoch.

Niemand weiß, wie lange die Corona-Krise noch geht. Kommt es zu einer Rezession, kann TUI komplett pleite gehen. Wenn du in TUI investierst, gehst du eine riskante Wette ein. Du spekulierst darauf, dass die Geldreserven lange genug halten, um die Corona-Krise zu überstehen. Geht das Geld vorher aus, war es das wohl mit TUI.

Deshalb würde ich kein Geld in Unternehmen wie TUI investieren.

Die Corona Strategie im Detail

Ich habe dir jetzt zwei Kategorien meiner Strategie vorgestellt. Das sind die Kategorien B und C.

Ich gehe nun näher auf diese beiden Kategorien ein.

Kategorie B

  • B-Aktien sind Kämpfer wie Disney, Nike oder McDonalds.

Die Leute werden sich weniger Schuhe in der Stadt kaufen. Doch die Produkte werden übers Internet verkauft. Das Vertriebsnetzwerk wird Nike die Existenz sichern.

McDonalds wird weniger Kunden haben. Viele Länder schränken die Öffnungszeiten erheblich ein. Trotzdem wird es Kunden geben. Außerdem bietet McDonalds in vielen Regionen einen Lieferdienst an.

Ein Teil des Geschäfts bricht weg. Doch der restliche Teil ist stark genug, um das Unternehmen zu tragen.

Disney ist da noch der größte Leidtragende aus dieser Liste.

Kategorie C

  • Kategorie C bezeichne ich als Opfer. Solche Aktien sind voll vom Corona-Crash betroffen. C-Unternehmen hoffen darauf, dass ihre Geldreserven ausreichen, um den Crash zu überstehen. TUI oder Carnival sind sehr gute Beispiele.

Carnival betreibt Kreuzfahrten. Die Schiffe stehen nun größtenteils still und werden wohl längere Zeit im Hafen bleiben.

Unsere Lufthansa würde ich in Kategorie C einstufen. Für Anfänger ist diese Aktie viel zu spekulativ. Der Staat wird hier wahrscheinlich als Retter einspringen. Trotzdem sollten sich Anfänger dieses Risiko sparen. Das belastet die Nerven zu stark.

Vor allem Anfänger neigen zu Kurzschlussreaktionen. Wenn in den Medien täglich über eine mögliche Pleite diskutiert wird, ist das eine psychologisch hohe Belastung. Es gibt über 20.000 Aktien auf unserer Welt. Da musst du nicht ausgerechnet mögliche Pleitekandidaten ins Depot holen.

Apropos Depot, hier kommt meine TOP-Empfehlung für Anleger. Dieser Broker hat sich im Corona-Crash bewährt:


Die Lufthansa ist eher ein für Zock für spekulative Anleger.

Kategorie A

Kommen wir zur letzten oder besser gesagt ersten Kategorie.

  • Kategorie A sind Zuschauer. Dazu zähle ich Aktien wie Facebook, Alphabet oder American Express.

Diese Unternehmen haben fast nichts mit der Krise zu tun. Sie machen ihre Umsätze so oder so, ganz egal, wie die Krise ausgeht. Das Geschäftsmodell ist nur geringfügig oder gar nicht vom Coronavirus betroffen. Sie werden die Krise problemlos überstehen.

Die Strategie in aller Kürze und Würze

Das war eine ausführliche Erklärung. Fürs Verständnis habe ich alle Kategorien in ein Schaubild gepackt:

Anfänger sollte auf Aktien aus der Kategorie C komplett verzichten. Sie sind viel zu spekulativ.

Du möchtest auf Nummer sicher gehen? Dann setze nur auf Kategorie A. Hole dir Zuschauer ins Depot, die beim Corona Crash lässig zuschauen.

Möchtest du mehr Risiko eingehen, kannst du in 50 % Kämpfer und 50 % Zuschauer investieren. Kämpfer können nach einem Börsencrash umso stärker steigen. Solche Aktien haben sich im harten Wettbewerb bewährt und können Marktanteile aufholen.

Vielleicht sind einige kleinere Konkurrenten pleitegegangen. Dann kann der starke Kämpfer diese Kunden übernehmen.

Du hast bereits ein Aktiendepot?

Dann bewerte es anhand dieser 3 Kategorien. Teile deine Aktien in Zuschauer, Kämpfer und Opfer ein. Du kannst dein Depot gerne in meiner Facebook-Gruppe vorstellen oder sonstige Aktien-Fragen stellen. Ich stelle dort bald zwei eigene Depots vor.

Sicheres „Corona-Depot“ für Anfänger

Kommen wir zum versprochenen Bonus. Ich stelle dir ein Anfänger-Depot vor. Ich habe mich für die spekulative Variante entschieden. Also 50 % Zuschauer und 50 % Kämpfer.

Alle Aktien im Depot sind zu jeweils 10 % gewichtet. Ich finde, 10 Aktien reichen zur Streuung vollkommen aus.

Und hier kommt das Depot:

  • Givaudan ist ein weltweit führender Hersteller von Aromen und Duftstoffen aus der Schweiz.
  • Nasdaq, Inc. ist der größte internationale Börsenbetreiber. Die Aktien haben kaum etwas mit dem Coronavirus zu tun.
  • Adidas war die letzten Jahre vom Erfolg verwöhnt. Die Europameisterschaft wird wahrscheinlich ausfallen. Generell leidet der Sport unter dem Coronavirus. Das dürfte die Aktie belasten. In spätestens 6 bis 12 Monaten sollte aber wieder »Business as usual« herrschen.
  • Visa leidet unter weniger Zahlungen auf Reisen. Langfristig könnte das Unternehmen vom kontaktlosen Zahlen ohne Bargeld profitieren. Aus Hygienegründen könnte die Kreditkarte umso beliebter werden.
  • LVMH als Luxuskonzern dürfte unter weniger Umsatz leiden. Kommt es zur Rezession, sparen Menschen zuerst am Luxus ein. Durch das breite Produktportfolio konnte der Konzern alle Krisen des 21. Jahrhunderts überstehen.

Ich würde mein Geld nicht sofort komplett investieren. Lege es lieber die nächsten 12 bis 24 Monate gestückelt an. Bei einem größeren Einmalinvestment verschießt du dein ganzes Pulver auf einmal.

Apropos Depot:


Rechtlicher Hinweis: Jegliche Informationen in diesem Beitrag dienen nur der Information und stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung sowie keine Anlageberatung dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernommen, sie können komplett falsch sein.

1 Kommentar
  • Antworten Rina

    18. März 2020, 15:27

    Danke für deine Einschätzung und Analyse! Ich würde vermutlich eher auf die Zuschauer setzen. Klar die Unternehmen der Tourismusbranche kann man jetzt sehr günstig erwerben, aber man weiß einfach noch nicht wie es weiter geht und wann man wieder reisen kann. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und welche Auswirkungen sich an de Märkten noch zeigen werden.

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