5 Fehler, die 90 % der Anleger im Corona Crash machen! (teuer)

»Es ist ein Geschenk, Disney zu Kursen unter 115 Euro zu bekommen.«

3 Wochen später:

Im Corona-Crash machen 90 % der Anleger immer wieder die 5 gleichen Fehler. Das kostet sie enorm viel Geld. Heute lernst du, wie du zu den cleveren 10 % gehörst. Ich erkläre dir alle 5 Fehler und zeige dir, wie du es richtig machst.

1. Aktie wegen Dividende kaufen

Im Corona-Crash sind fast alle Aktien gefallen. Vor allem Dividendenaktien wirken nun deutlich attraktiver.

Der Autovermieter Sixt kostet nur noch 36 Euro und zahlt eine Dividende von rund 5 %.

Wow, die Aktie muss ins Depot!

Ein weiteres Beispiel: Warren Buffett hat in Occidental Petroleum investiert. Die Aktie ist wegen der Corona-Krise und dem Ölpreis extrem gefallen.

Nun gibt es 22 % Dividende. Am besten auch gleich ins Depot. Warren Buffett weiß schon, was er macht.

Stop!

Bei der Dividende lauert ein gigantischer Anfängerfehler. Die Dividende ist nur so hoch, weil die Aktienmärkte zuletzt sehr stark gefallen sind.

Es hat wirtschaftliche Gründe. Wegen Corona droht uns eine Rezession. Viele Unternehmen müssen massiv einsparen. Deshalb werden zahlreiche Dividenden knallhart zusammengestrichen.

Sixt spart sich die Dividende für die nächste Zeit ein. Vertrau nicht den Zahlen auf den gängigen Börsenportalen. Dort sind meist falsche Zahlen hinterlegt.

Comdirect sagt, dass Sixt 4,79 % zahlt:

Das ist falsch, Sixt schüttet an seine Stammaktionäre 0 % aus.

Occidental Petroleum zahlt übrigens auch keine 22 %. Diese Angabe ist falsch. Tatsächlich hat der Konzern die Dividende um 86 % gesenkt. Aktuell liegt die Ausschüttung nur noch bei 4 %. Das ist zwar okay, aber kein Vergleich zu 22 %.

Shell ist ein weiterer Kandidat. Das Unternehmen hat seit 1945 keine Kürzungen vorgenommen. Aber was noch nicht ist, kann noch werden.

Kaufe jetzt bitte keine Aktien, nur weil die Dividende hoch erscheint. In den nächsten Wochen werden Dividendenkürzungen wie ein Gewitter auf die Börsenwelt herunterprasseln.

Frag dich, warum du die Aktie kaufen möchtest. Wenn die Antwort „hohe Dividende“ lautet, dann lass es bleiben. Kauf eine Aktie nur, wenn du bessere Gründe als die Dividende hast.

2. Falsche Schnäppchen: Nur auf Aktienkurs achten

Durch den Corona Crash sind zahlreiche Aktien gesunken. Deshalb haben viele Anleger mit Nachkäufen begonnen. Prinzipiell ist das gut und richtig. Bei einem Börsencrash gibt’s Aktien zu Schnäppchenkursen. Allerdings kaufen viele Investoren gehirnlos ein.

Sie investieren völlig ohne Verstand in Aktien, weil sie günstig aussehen. Das beste Beispiel ist Shell.

Da sind Anleger bei 20, 18 oder 16 Euro eingestiegen. Gestern ist Shell unter 10 Euro gefallen. Das liegt nicht nur am Corona Crash, sondern auch am eingebrochenen Ölpreis.

Ich habe einige Shell-Aktionäre gefragt, warum sie bei 20 Euro eingestiegen sind. Es kam das Argument:

„So günstig war Shell schon lange nicht mehr!“

Das ist ein schlechtes Argument. Nur weil eine Aktie günstiger zu haben ist, macht sie das noch lange nicht zum Kauf. Die Anleger sind nur aus Gier eingestiegen. Rationale Gründe steckten nicht dahinter.

Kaufe niemals eine Aktie, nur weil sie günstig erscheint. Sonst greifst du mit etwas Pech in ein fallendes Messer. Investiere in Unternehmen, weil du ihr Geschäftsmodell spannend findest.

Denk dran: Wenn eine Aktie 50 % fällt, muss sie stolze 100 % steigen. Erst dann erreicht sie wieder deinen Kaufkurs.

3. Du vergisst, an den Gesamtmarkt zu denken

Der dritte Börsenfehler tut richtig weh. Viele Anleger warten auf bestimmte Kurse, wo sie nachkaufen möchten.

Dieser Investor hat es mit seiner Wunschliste etwas übertrieben:

Nehmen wir an, der Kurs wird erreicht. Der Anleger kauft nach. Ich finde dieses Vorgehen im Corona Crash komplett sinnlos. Wegen dem Coronavirus sind fast alle Aktien eingebrochen. Das heißt, es gibt den ganzen Markt zu günstigeren Kursen.

Es macht absolut keinen Sinn, bei einer bestimmten Einzelaktie auf einen Kurs zu warten.

  • Fällt der Gesamtmarkt, werden fast alle Aktien günstiger.
  • Steigt der Gesamtmarkt, sollten sich die meisten Aktien erholen.

In der aktuellen Situation musst du auf den Gesamtmarkt schauen. Analysiere den Markt anhand von großen Indizes wie dem Dow Jones. Glaubst du, dass beim Dow Jones eine Trendwende ansteht, kannst du Aktien kaufen.

Aber bitte leg dir keine Kursziele für einzelne Aktien zurecht. Das macht absolut keinen Sinn.

4. Der Investor lebt noch im Bullenmarkt

Bis zur Corona Krise haben wir über 10 Jahre Bullenmarkt gesehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Viele Anleger denken noch immer genauso wie im Bullenmarkt.

In positiven Börsenzeiten gilt das Motto „Buy the dip“. Das heißt, du kaufst nach, wenn die Kurse etwas gesunken sind. Wenige Monate später stehen die Kurse deutlich höher.

Dieses Prinzip ging die letzten 10 Jahre voll auf. Im Bärenmarkt gelten aber andere Spielregeln. „Buy the dip“ ist pure Geldvernichtung. Denk an Shell zurück:

Alle paar Tage kam ein neuer Dip. Jetzt würdest du auf dunkelroten Verlusten sitzen.

Im Bärenmarkt darfst du auf keinen Fall blind nachkaufen. Sonst fällst du womöglich auf einen „Dead Cat Bounce“ herein. Anstelle eines Hochs brechen die Kurse kurz darauf wieder ein. Der Bärenmarkt wird fortgesetzt.

Tipp: In meiner Facebook-Gruppe Aktien Lounge habe ich vor einer Woche auf dieses Phänomen hingewiesen.

Spar dir unnötige Dip-Käufe. Sonst greifst du wie bei Shell ins fallende Messer. Warte stattdessen lieber ab, bis der Abwärtstrend gebrochen ist. Oder leg dir eine andere Strategie zurecht. Aber bitte, bitte kauf nicht gehirnlos den Dip!

Wenn du kein Markt-Timing betreiben möchtest, gibt es eine simple Lösung. Du richtest einen monatlichen Sparplan ein. Dann läuft alles vollautomatisch.

Bei diesem Broker kannst du sehr günstig Aktien- und ETF-Sparpläne einrichten. Außerdem profitierst du von weiterem Vorteilen:


5. Kettenreaktionen vernachlässigen

Kommen wir nun zum letzten Börsenfehler. Im Bullenmarkt sieht die Börsenwelt rosig aus. Alle Probleme werden ignoriert oder aufgeschoben. Im Bärenmarkt gelten andere Spielregeln.

Du musst dich fragen, welche Auswirkungen der Börsencrash auf deine Aktien hat. Wegen dem Coronavirus steht die Wirtschaft still. Das trifft manche Branchen stärker als andere.

  • Amazon macht auch so seine Umsätze übers Onlineshop.
  • Bei TUI hingegen geht gerade nichts mehr. Es wurden fast alle Reisen abgesagt. Der Konzern hat inzwischen Staatsgarantien beantragt. Es droht eine Insolvenz.

Die Kettenreaktion lautet: Das Coronavirus hat den Tourismus lahmgelegt. Dadurch bucht aktuell niemand mehr Reisen bei TUI. Laufende Buchungen werden storniert. Das beschert TUI enorme Verluste.

Nimm dein Depot zur Hand und denk über mögliche Kettenreaktionen nach. Prüfe die Liste der Aktien, die du bald kaufen möchtest. Sortiere Aktien aus, bei denen negative Kettenreaktionen drohen.

Rechtlicher Hinweis: Jegliche Informationen in diesem Beitrag dienen nur der Information und stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung sowie keine Anlageberatung dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernommen, sie können komplett falsch sein.

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