Corona Krise: RICHTIG investieren | So meisterst du den Börsencrash!

Wegen Corona sind die Aktienmärkte abgestürzt. Viele Anleger möchtennnachkaufen. Doch sie wissen nicht, wie sie das tun sollen. Deshalb stelle ich dir die 3 besten Strategien für die Corona Krise vor.

Risikotyp: Was für ein Anleger bist du?

Nicht jeder Anleger tickt gleich.

  • Harald möchte ordentlich Risiko eingehen.
  • Dieter wünscht sich mehr Sicherheit.
  • Klaus bevorzugt einen Mix aus beidem.

Daher zeige ich dir jeweils eine konservative, ausgewogene und spekulative Anlagestrategie. Lies dir alle Strategien durch und ordne dich selber ein, welche Taktik am besten zu dir passt.

1. Konservative Strategie

Dieter wünscht sich eine hohe Sicherheit. Er möchte nicht alle paar Tage auf den Kurs schauen. Die Investments sollen nebenher ohne größeren Aufwand laufen. Außerdem ist er ganz neu an der Börse dabei und möchte sich nicht verzocken.

Diese Punkte sprechen ganz klar für einen konservativen Anleger.

Hier siehst du den S&P 500. Das ist der wichtigste US-amerikanische Aktienindex:

Und hier kommen die Bärenmärkte der letzten 100 Jahre:

Quelle: First Trust

Was fällt dir auf? Die meisten Bärenmärkte endeten mit 30 bis 50 % Kursverlusten.

Aktuell stehen wir bei knapp 33 % Kursverlust:

Es gibt also noch Luft nach unten. Deshalb sollte Dieter nicht sein ganzes Geld auf einmal investieren. Die Märkte können noch ein oder zwei Etagen nach unten einbrechen.

Nur Lügner wissen, wie tief die Kurse fallen.

Wie kann Dieter sein Risiko senken? Ganz einfach, er richtet einen monatlichen Sparplan ein.

Dieter hat 24.000 Euro angespart. Wer größere Ersparnisse besitzt, sollte sie auf 2 Jahre aufteilen. Bei Dieter sind das genau 1.000 Euro im Monat für die nächsten 2 Jahre. Nach Ablauf der 2 Jahre investiert er einfach einen Teil seines Gehalts.

In was genau soll Dieter investieren?

Ne Dieter, Einzelaktien sind nichts für dich! Die Auswahl von Aktien ist viel zu kompliziert und zeitaufwendig. Du kannst dich ordentlich verzocken. Ein ETF-Sparplan ist für konservative Anleger die beste Wahl. Da musst man nichts denken. Du richtest den Sparplan einmal ein und er läuft vollautomatisch.

Ein guter und solider Einsteiger-ETF ist der Vanguard FTSE All-World. Ich habe dir meinen Top-Broker verlinkt, wo du ihn zuverlässig besparen kannst:


Prüfe nach, ob du bereits beim besten Broker bist!

2. Ausgewogene Strategie

Klaus wittert durch den Corona Crash eine interessante Chance. Im Gegensatz zu Dieter möchte er mehr Risiko eingehen. Er möchte es aber nicht übertreiben. Es macht ihm nichts aus, ab und zu einen Blick ins Depot zu werfen.

Deshalb sollte Klaus auf Aktien und ETFs setzen. Ein Mix aus 50 % ETFs und 50 % Aktien ist eine ausgewogene Strategie.

Wie soll Klaus investieren?

Er macht es genauso wie Dieter. Er teilt sein Geld auf 24 Monate auf. Klaus hat 12.000 Euro gespart. Seine monatliche Rate liegt damit bei 500 Euro. Nun teilt er das Geld auf.

Klaus sucht gezielt nach Unternehmen, die gesund aufgestellt sind und wenig Schulden haben. Die Unternehmen erzielen trotz Coronavirus weiterhin starke Umsätze.

Nach 2 Jahren sind die 12.000 Euro komplett investiert. Danach würde Klaus schauen, wie hoch sein Gehalt ist und entsprechend Geld investieren.

3. Spekulative Strategie

Harald ist der spekulativste Investor aus unserer lustigen Runde. Es geht ihm um eine möglichst hohe Rendite. Dafür geht er ein hohes Risiko ein. Es ist ihm klar, dass er ordentlich Geld verlieren kann. Das ist aber in Ordnung, denn er ist sich seines Risikos bewusst.

Deshalb setzt Harald zu 100 % auf Aktien. Er sucht nach Unternehmen, die langfristig vom Corona-Crash profitieren könnten. Das können Megatrend-Aktien sein, die ihren Service übers Internet anbieten.

Hier kommt Haralds Auswahl:

New Oriental Education ist ein chinesischer E-Learning-Anbieter. Unterricht von daheim ist hygienisch, einfach und schnell. Ähnlich ticken auch die anderen Aktien.

Dieses Depot ist hochspekulativ.

  • Du kannst dir stattdessen 10 Aktien aussuchen, um das Risiko etwas zu senken.
  • Wenn du mehr Branchen reinpackst, senkst du das Risiko noch weiter.

Im Gegensatz zu Klaus oder Dieter steigt Harald in Tranchen ein.

  1. Harald hat 25.000 Euro auf der hohen Kante.
  2. Er richtet keinen festen Sparplan ein. Stattdessen investiert Harald 20 % seines Kapitals sofort. Er steckt also 5.000 Euro in dieses Portfolio rein, das heißt ungefähr 1.000 Euro pro Aktie. Das macht er, weil der S&P 500 bereits über 30 % abgegeben hat.
  3. Er legt nochmals 20 % also weitere 5.000 Euro an, sobald der S&P 500 um weitere 10 % gefallen ist.

Bei dieser Strategie muss Harald die Börse im Blick behalten. Er steigt immer dann ein, wenn der Markt weitere 10 % verloren hat. Es kann sein, dass Harald in einem Monat mehrmals investiert.

Die spekulative Strategie eignet sich für Anleger, die von einem stärkeren Börsencrash eingehen. Das Coronavirus könnte viele Länder in eine Rezession stürzen. Trifft das Worst-Case-Szenario ein, würde die Tranchen-Strategie voll ins Schwarze treffen. Dann könnte Harald die niedrigen Kurse zum Einstieg nutzen.

Wer per Sparplan (rot in der Grafik) einsteigt, verpasst womöglich einen stärkeren Kursabsturz. Die Sparraten werden jeden Monat zu einem festen Datum ausgeführt. Mit etwas Pech notieren die Aktienmärkte zu diesen Tagen höher.

Harald (blau in der Grafik) hat dieses Problem nicht, da er gezielt nach Tiefpunkten jagt.

Ich persönlich bevorzuge die spekulative Strategie. Ich gehe aber ein noch höheres Risiko ein. Schon bald starte ich zwei Echtgeld-Depots. Dann kannst du meine Trades verfolgen.

Tipp: Ich poste alle Trades in meiner Facebook-Gruppe Aktien Lounge. Komm in meine Gruppe, um über Aktien, Börse und Finanzen zu sprechen!

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung. Er dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Ich kann auch komplett falsch liegen.

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