Amazon? Nein, danke! Megatrend Quantencomputer – NOCH unbekannt!

In der IT-Welt gab es vor wenigen Tagen eine bahnbrechende News. Es ist ein entscheidender Fortschritt gelungen, der alles ändern könnte.

»Quantenüberlegenheit: Google-Quantencomputer schlägt Supercomputer.«

Das bedeutet: Google ist es gelungen, einen Quantencomputer zu bauen, der eine bestimmte Rechenaufgabe lösen kann.

Info: Der aktuell leistungsstärkste Supercomputer braucht für die Aufgabe 10.000 Jahre. Der Quantencomputer von Google löst diese Aufgabe in nur 200 Sekunden.

Die Google-Mutter Alphabet hat einen technischen Meilenstein überwunden. Und kaum ein Aktionär hat das mitbekommen! In diesem Artikel gehe ich ausführlich auf das Potenzial der Quanten ein. Das ist ein gigantischer Megatrend, der noch in den Kinderschuhen steckt. Wenn du dich frühzeitig damit befasst, kannst du clever in die Zukunft investieren! Am Ende stelle ich dir ein Quanten-Depot mit 6 Quanten-Aktien vor!

Zuerst möchte ich dir erklären, was ein Quantencomputer überhaupt ist. Klar, da steckt eine Zukunftstechnologie dahinter. Und die ist bestimmt toll und wunderbar. Doch was genau macht die Quanten-Technologie so spannend? Ich möchte dir nun ganz einfach den Unterschied zwischen Quanten und herkömmlichen Computern erklären.

Stell dir vor, du möchtest alle Hauptstädte Europas bereisen. Da du ein klimafreundlicher Mensch bist, wählst du die kürzeste Route. Aber wie findest du diese Route heraus? Sagen wir, du wohnst in Berlin. Allein von dort ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten.

Um die beste Strecke herauszufinden, lässt du sie von einem Computer berechnen. Du führst die Berechnung zuerst an einem ganz normalen Computer und anschließend an einem Quantencomputer durch.

Ein ganz normaler Computer probiert jede Route nacheinander aus. Danach schaut er, welche Route am besten ist. Da es weit über 20 Hauptstädte in Europa gibt, ist das eine aufwendige Rechnung. Der normale Computer führt alle Rechenschritte nacheinander aus.

Im Vergleich dazu geht ein Quantencomputer viel schlauer vor. Du kannst es dir so vorstellen: Der Quantencomputer lässt die einzelnen Routen gleichzeitig von Helfern checken. So kann er direkt erkennen, welche Strecke für dich am schnellsten ist. Er führt die Berechnung quasi gleichzeitig durch, während der normale Computer die Rechenschritte nacheinander vollzieht. Deshalb kann der Quantencomputer die beste Strecke für deine Europa-Tour deutlich schneller finden.

Was kann man mit diesen Quantencomputern überhaupt machen? Ich möchte es jetzt nicht zu technisch machen. Ich stelle dir drei verständliche und wichtige Anwendungsgebiete vor.

1. An erster Stelle sehe ich die Erforschung von Medikamenten. Um molekulare Strukturen zu analysieren, ist sehr viel Leistung notwendig. Quantencomputer können diese Strukturen deutlich schneller berechnen. So lässt sich ein Wirkstoff viel effizienter kreieren. Und das zu viel günstigeren Kosten, wovon wir als Menschheit profitieren.

2. Das zweite Beispiel hilft dir im täglichen Alltag weiter. Bestimmt hast du dieses Phänomen bereits selber erlebt. Du fährst auf der Autobahn und plötzlich kommt ein Stau. Normale Computer können wenig dagegen machen. Das Navi schlägt dir höchstens eine alternative Route vor. Aber du stehst du bereits im Stau. Quantencomputer könnten Staus vergessen machen. Sie könnten den Verkehr einer kompletten Stadt analysieren. Dadurch lassen sich die Ampel-Schaltungen und Verkehrsströme besser anpassen. Es könnten Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt werden, um den Verkehr intelligenter zu regeln. In Kombination mit selbstfahrenden Fahrzeugen würde es wahrscheinlich gar keine Staus mehr geben.

3. Der dritte Punkt ist besonders spannend. Mit Quantencomputern lassen sich viele moderne Verschlüsselungstechnologien knacken. Wird Alphabet damit zum Panzerknacker? Nein, denn mit Quantencomputern lassen sich stabile Verschlüsselungsverfahren erstellen. Damit könnte Alphabet mit IT-Sicherheit Geld verdienen. Das ist eine clevere Ergänzung zu bisherigen Geschäftsfeldern wie der Google Cloud. Als Kunde wünscht man sich die höchste Sicherheit. Und da kann Alphabet gleich die perfekte Lösung anbieten.

Niemand weiß, wie Quantencomputer der Zukunft aussehen werden.

So sieht der aktuelle Quantencomputer von IBM aus. Groß und klotzig, erinnert ein bisschen an die Vorläufer unserer Computer. Für die Forschung sind solche großen Computer jedoch wichtig. Die Geräte lassen sich leicht manipulieren und verändern. Wichtige Voraussetzungen, um effektive Forschung zu betreiben.

Du darfst dir Quantencomputer nicht zwingend als Ersatz für unsere aktuellen Computer vorstellen. Die Entwicklung könnte ganz anders laufen.

Der Physiker David DiVicenzo hält ein Rechenzentrum mit Quantencomputern für möglich. Es wird per Fernzugriff gesteuert. Wenn du eine komplexe Aufgabe lösen möchtest, schickst du sie mit deinem ganz normalen Computer dahin und die Quants berechnen sie für dich. Du erhältst dann die Lösung direkt auf deinen Computer. Dieses System lässt sich am besten mit einer Cloud vergleichen. Es wäre dann quasi eine Quant-Cloud.

Alphabet könnte das Rechenzentrum zur Verfügung stellen und zugleich die IT-Sicherheit anbieten. Schließlich soll die Aufgabe anonym bleiben. Eventuell lässt ein Pharma-Konzern ein neues Medikament berechnen. Die Lösung soll nicht durch eine IT-Lücke an die Konkurrenz geraten. Du siehst, dass mit Quantencomputern eine ganze Menge möglich ist.

Alphabet ist weit mehr als ein Investment in die Zukunft. Bereits heute bringt das Unternehmen eine gigantische Marktstärke mit. Für mich ist Alphabet spannender als Amazon. Alphabet ist ein stiller Riese, der große Vorteile im Suchmaschinen-Markt besitzt. Im Gegensatz zu Amazon, Facebook, Netflix oder Tesla ist Alphabet fast schon langweilig. Kaum jemand spricht über Alphabet, dabei überzeugt das Unternehmen mit einer konstanten Kursentwicklung.

Amazon und Netflix haben in den letzten 5 Jahren regelrechte Rallys hingelegt. Dagegen hatte Alphabet die konstanteste und langweiligste Kursentwicklung.

Und das ist echt super, weil es relativ konstant nach oben ging. Amazon wird übrigens seit circa 2 Jahren enorm gehypt. Google belegt das anhand der Google Trends. Der Hochpunkt für den Suchbegriff »Amazon Stock« lag im Oktober 2018. Seit Juni 2017 wird verstärkt nach Amazon Aktien gegoogelt.

Und ganz ehrlich: Ich nutze diesen Hype ebenfalls aus. Ich habe Amazon in die Überschrift gepackt, um die Klickraten zu erhöhen. Sei mir bitte deshalb nicht böse. Es zeigt eher, dass ich weiß, wie Suchmaschinen funktionieren. Was mich dafür qualifiziert, eine Aktien-Analyse über eine Suchmaschine zu machen. Google ist einfach nur eine Suchmaschine. Ein eher langweiliges Geschäftskonzept. Unternehmer schalten zu bestimmten Suchbegriffen Werbung. Wenn du z. Bsp. nach Katzenfutter suchst, erscheint Werbung von Katzenfutter-Herstellern. Simpel und einfach, aber auch langweilig. Es ist keine Wahnsinns-Story wie die von Amazon. Kannst du mit spontan sagen, wer der CEO von Alphabet ist?

Ich googele es für dich, es ist Larry Page.

Ich habe 10 Anleger aus meinem Freundeskreis gefragt und 7 konnten diese Frage nicht beantworten. Bei Amazon kam die Antwort von 9 Personen aus dem Mund wie aus der Pistole geschossen.

Amazon hat Jeff Bezos an der Spitze, der regelrecht vergöttert wird.

Man sieht überall YouTube-Videos wie »Der unaufhaltsame Aufstieg von Amazon« oder »Wie Jeff Bezos 165€ Mrd. gemacht hat – Seine Top 10 Regeln zum Erfolg«. Das ist alles sehr spannend, als Investor sollte man jedoch anders denken.

Manchmal kommt es mir vor, dass manche Anleger nur den Nervenkitzel suchen. Sie wünschen sich Entertainment. Dabei sollte genau das keinerlei Rolle spielen. Investments sollten rational und ohne Emotionen erfolgen. Was jedoch wichtig ist, sind die Emotionen der anderen Anleger. Ich sehe sehr viel Emotionen in Amazon, Apple oder Tesla stecken. Bei diesen Aktien gibt es regelrechte Diskussionsschlachten. Ich fühle mich wie von Fanatikern umgeben, wenn es um die Frage »Tesla oder deutsche Autobauer« geht. Und deshalb finde ich Alphabet so herrlich. Da gibt es keine großen Emotionen. Alphabet ist eben ein stiller Riese. Keine Frage, Amazon ist ein spannendes Unternehmen. Alphabet hingegen überzeugt mit Ruhe und Konstanz. Da geht es bei Amazon deutlich wilder zu.

Zusätzlich bringt Alphabet sehr viel weiteres Potenzial mit. Das Unternehmen hat weit mehr als Google und die Forschung im Quantenbereich zu bieten. Ich möchte jetzt nicht jedes einzelne Geschäftsfeld abhaken, sondern nur die Punkte, die ich als Investor spannend finde.

Kurze Einschätzung: Die Suchmaschine bildet das Haupt-Geschäftsfeld von Alphabet. Sie ist quasi das Fundament für den Unternehmenserfolg. Zusätzlich baut Alphabet um dieses Fundament seit einigen Jahren viele spannende Geschäftsfelder auf.

Alphabet möchte sich von der Suchmaschine weniger abhängig machen. Du hast also mit Alphabet durch die Suchmaschine Google ein starkes Grundgerüst. Da wird so schnell kein Mitbewerber eindringen. In einzelnen Nischen ist das möglich. Amazon konnte sich zuletzt einen Teil vom Kuchen schnappen.

Was viele nicht wissen: Amazon konnte Google bei den Produkt-Suchanfragen überholen. Wenn es um allgemeine Tipps geht, ist Google unangefochten die Nummer 1. Also wenn es um Dinge wie »Was mache ich, wenn ich Liebeskummer habe?« geht. Allerdings verschieben immer mehr Unternehmer ihr Werbebudget auf Amazon.

Im Big Picture bleibt Google die klare Nummer 1. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Das hat auch Alphabet erkannt und arbeitet an zusätzlichen Geschäftsbereichen. Wachstum ist einer der wichtigsten Kurstreiber an der Börse. Einen künftigen Wachstumstreiber hast du bereits kennengelernt, nämlich den Quantencomputer. Ein weiterer Wachstumstreiber könnte das autonome Fahren sein.

Hier erzielt die Google-Tochter Waymo starke Fortschritte. Seit Juli 2019 darf das Unternehmen in Kalifornien einen Taxidienst mit autonomen Autos testen. Im ersten Monat wurden exakt 6.299 Kunden befördert. Alles lief glatt über die Bühne, hier lauert gewaltiges Zukunftspotenzial.

Calico ist eine weitere spannende Idee von Alphabet. Von all den ganzen Töchtern sehe ich Calico als größte Träumerei. Da halte ich selbst die Quantencomputer für greifbarer. Calico möchte Methoden gegen das menschliche Altern entwickeln. Alphabet betreibt somit die Suchmaschine Google und forscht gleichzeitig an biotechnologischen Methoden gegen das Altern.

Die Computerwoche spottet fast schon:

»Wann macht uns Calico unsterblich?«

Genau darin sieht Calico seine Hauptaufgabe. Die Formel für die ewige Jugend zu finden.

Calico ist ein extrem spekulativer Wachstumsmarkt. Als Anleger würde ich mir da keine großen Hoffnungen machen. Viel spannender ist da der Cloud Markt.

  • Seit 2016 konnte sich Google einen höheren Marktanteil sichern. Der Marktanteil ist von 2 auf 7 % gestiegen. Das entspricht einem Wachstum von 250 %.
  • Die Google Cloud ist einer der größten Wachstumsbereiche von Alphabet. Der Cloud-Markt teilt sich unter großen Unternehmen auf: Amazon, Microsoft, Alibaba und Alphabet.
  • Der Anteil der sonstigen Anbieter ist von 52 auf nur noch 16 % gefallen. Ich gehe davon aus, dass sich die Top 4 den Cloud-Markt unter sich aufteilen werden.

Alphabet bringt viel Fantasie im Cloud-Markt mit sich. Somit eignet sich diese Aktie als Investment in drei wichtige Zukunftsmärkte:

  1. Cloud
  2. Autonomes Fahren
  3. Quantencomputer

Der Quanten-Markt hat weit mehr als Alphabet zu bieten. Deshalb möchte ich dir die wichtigsten Konkurrenten vorstellen. Wenn du fest an die Zukunft des Quantencomputers glaubst, kannst du dir ein Quanten-Depot aus diesen Aktien zusammenstellen.

Da darf Alphabet nicht fehlen. Das Unternehmen hat anscheinend die Quantenüberlegenheit erreicht. Somit gehört Alphabet technologisch definitiv zur Weltspitze. IBM ist ebenfalls voll dabei.

Das US-Unternehmen hat Anfang 2019 den weltweit ersten kommerziellen Quantencomputer vorgestellt. Der Computer soll auf Cloud-Basis funktionieren. Die Anlage bringt es immerhin auf 20 Quantenbits. Zum Vergleich: Google hat bei seiner Quantenüberlegenheit mit 53 Quantenbits gerechnet. Trotzdem spielt IBM mit Google in der ersten Liga.

Es gibt viele Unternehmen, die an Kooperationen interessiert sind. Quantencomputer sind ein langfristiges Investment. Früher oder später werden sie kommen. Wer da nicht dabei ist, droht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Zu diesem Zweck hat IBM das IBM Q Network gegründet.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen JPMorgan Chase, Honda, Samsung und auch Daimler. Ich würde jedoch keines der Unternehmen nur wegen dieser Kooperation kaufen. Es wird sich erst in einigen Jahren zeigen, wie sehr die Partner von Quanten profitieren.

Deshalb würde ich Stand heute eher nach Unternehmen umsehen, die direkt an Quantencomputern forschen. Da haben wir Alphabet und IBM. Intel forscht ebenfalls an Quanten.

Intel

Im Februar 2019 gab es eine größere News. Intel setzt nun auf die Inline-Kryo-Technik, um schnellere Fortschritte bei der Entwicklung von Quantencomputern zu erzielen. Damit lassen sich mehrere Wochen Forschung einsparen.

Microsoft

Natürlich ist auch Microsoft an Quantencomputern dran. Bis 2023 möchte Microsoft den ersten Quantencomputer fertig haben. Dann wünsche ich ihnen viel Erfolg dabei!

Atos

Aus Europa gibt es leider weniger positive Nachrichten zu berichten. Einzig der französische IT-Konzern Atos scheint ordentlich mitzumischen.

Seit 2016 beschäftigt sich Atos intensiv mit der Quantenforschung. Hierfür wurde das Quanten-Programm ins Leben gerufen. Derzeit wird an der Atos Learning Machine gearbeitet. Es handelt sich um einen Simulator. Mit dem Simulator kann die Wissenschaft bereits heute Quantenanwendungen entwickeln und testen.

Toshiba

Das japanische Unternehmen Toshiba mischt auch im Quantenbereich mit. Größere Fortschritte konnten letztes Jahr bei der IT-Sicherheit erzielt werden.

Toshiba setzt vor allem auf die Quantenkryptografie. Das Unternehmen gilt das sogar als Vorreiter. Dabei geht es um die Verschlüsselung und Übertragung von Informationen. Einfach gesagt: Toshiba möchte den künftigen Datenverkehr sicher machen.

Die einzelnen Aktien aus dem Quanten-Depot:

  • Alphabet
  • IBM
  • Intel
  • Microsoft
  • Atos
  • Toshiba

Tipp: Zahlst du 3, 5 oder 10 € Ordergebühr? Das muss nicht sein! In Deutschland gibt es einen Broker, wo du für nur 1 € Pauschalpreis Aktien & ETFs handeln kannst.

Sei clever: Erhöhe deine Rendite, indem du Ordergebühren sparst:

Rechtlicher Hinweis: Jegliche Informationen in diesen Beitrag dienen nur der Information und stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernommen, sie können komplett falsch sein.

Write a comment