Mit Aktien Geld verdienen | SO geht’s!

in diesem Artikel erfährst du, wie du mit Aktien Geld verdienen kannst. Ich erkläre dir die besten Methoden einfach und verständlich. Damit du auch wirklich alles verstehst. Du kannst mit diesen Tipps ein attraktives Nebeneinkommen erzielen und auch finanziell unabhängig werden. 

Der Beitrag wird auch von Börsen-Einsteigern gelesen. Deshalb möchte ich kurz erklären, was Aktien sind. Aber klicke bitte nicht weg, wenn du die Antwort schon kennst. Ich mache die Erklärung wirklich ganz, ganz kurz und würze sie mit ein bisschen Humor.

Aktien sind Anteile von Unternehmen.Direkt zum Depot-Testsieger!*

»Die Definition ist mir zu theoretisch!«

Okay, ein praktisches Beispiel für dich.

Denk an deinen Lieblings-Dönerladen. Die Bude geht nun an die Börse. Dafür wird der Firmenwert ermittelt. Sagen wir die Einrichtung, also Stühle, Dönermesser und Tische und der Markenname sind 50.000 Euro wert. Der Dönerladen entscheidet, 1000 Aktien zu jeweils 50 Euro herauszugeben. Also 1000 Aktien mal 50 Euro sind die 50.000 Euro. Kaufst du 10 der 1000 Aktien, gehört dir 1 % des Dönerladens. Würdest du 51 % der Anteile, also 510 Aktien kaufen, hättest du das Sagen, weil du die Mehrheit der Aktien besitzt.

Aber eine Frage haben wir noch nicht geklärt.

Du fragst dich vielleicht: Warum geht ein Unternehmen überhaupt an die Börse? Unsere Dönerbude läuft gut und möchte expandieren. Es sollen zwei neue Filialen entstehen. Dafür wird Geld benötigt. Deshalb geht der Dönerladen an die Börse und verkauft 40 % seiner Anteile. So behält der Chef das Sagen und hat das notwendige Kapital zur Expansion.

»Das ist ja schön und gut. Aber warum soll ich als privater Investor in den Dönerladen investieren?«

Das ist genau die richtige Frage! Denn die Antwort sind meine Tipps, wie du mit Aktien Geld verdienen kannst!

1. Kursgewinne

Unser Döner-Unternehmen entwickelt sich wunderbar. Der Chef eröffnet zwei neue Filialen, die total einschlagen. Die Umsätze steigen rasant an. Das Döner-Unternehmen hat drei weitere Filialen geplant, also ist auch Zukunftsfantasie vorhanden. Und die Gewinne stimmen auch, da die Döner-Firma ihre Ausgaben möglichst gering hält.

Ich frage dich: Wie siehst du das Unternehmen?

Ich weiß, es sind wenige Angaben. Aber die Beschreibung hört sich toll an, nicht wahr? Das Unternehmen wächst und die Gewinne steigen. Und das sehen natürlich auch andere Anleger, die noch nicht investiert sind. Stell dir vor, du hättest damals bei 50 Euro gekauft. Würdest du nun zu 50 Euro verkaufen, nachdem das Unternehmen größer und finanziell stärker geworden ist?

Nein, natürlich nicht.

Du würdest z. Bsp. 100 Euro verlangen, weil es nun doppelt so viele Filialen sind.

Und genau so kannst du an der echten Börse Geld verdienen. Du suchst nach seriösen Unternehmen mit Wachstumspotenzial. Dabei verdienst du über Kursgewinne Geld.

mit Aktien Geld verdienen: Apple

Hier siehst du als Beispiel Apple, dessen Aktienkurs mit dem iPhone gewachsen ist. Vor 20 Jahren hatte noch niemand ein iPhone, da war Nokia im Trend. Heute siehst du überall iPhones, vielleicht besitzt du selber eines.

Allgemein gesagt: Andere Anleger bezahlen dir mehr Geld fürs Unternehmen, weil es gewachsen ist. Also: Du kaufst die Aktie günstig ein und verkaufst sie teurer. Ganz easy.

Um eine Aktie zu kaufen, benötigst du übrigens ein Depot.

Hier findest du meinen Testsieger, klick einfach rein:

»Aber Nik, ich habe kein Wirtschaftsstudium und bin kein Branchen-Experte. Wie soll ich solche Unternehmen finden?«

Keine Sorge, das ist einfacher als du denkst. Ich nutze Warren Buffetts Burggrabenstrategie, um teuflisch gute Aktien zu finden. Dabei suchst du gezielt nach Aktien mit einem Burggraben. Nein, die Strategie hat nichts mit tapferen Rittern oder holden Mägden zu tun. Ein Burggraben ist ein Wettbewerbsvorteil. Das ist so, wie wenn du deinen Nachbarn zum Autorennen herausforderst. Du erscheinst mit einem Smart, während er den Ferrari auspackt. Er wird das Rennen wegen seinem enormen Vorteil tendenziell gewinnen. An der Börse gibt es auch Ferraris und Smarts. Und du kannst die Ferraris mit der Burggrabenstrategie finden.

Ein Wettbewerbsvorteil – und damit Burggraben – kann ein technologischer Vorsprung sein. Nehmen wir zum Beispiel den Markt für Flugzeugbauer. Die Branche wird von Airbus und Boeing dominiert. Ein neuer Konkurrent müsste eine Milliardensumme auf den Tisch legen. Und selbst dann genießen Airbus und Boeing einen Vertrauensvorsprung, da es beide seit über 40 Jahren gibt.

Ein weiterer Burggraben ist der Markenname. Jeder auf der Welt kennt Firmen wie Coca Cola oder McDonald’s.

»Aber Nik, Moment einmal. Die Konsumenten achten immer mehr auf gesunde Ernährung. Bestimmt schon seit 10 Jahren! Sind das keine sterbenden Unternehmen?«

Nein, der Aktienkurs beweist das Gegenteil.

McDonalds

Die Firmen springen beide verstärkt auf neue Trends auf. Und die Strategie geht wegen starken finanziellen Reserven auf. McDonald’s schaltet einfach zahlreiche TV-Spots und modelliert seinen Ruf um. Das ist ganz schön clever, nicht wahr?

Ich fasse zusammen, damit dir die Strategie ganz klar ist: Du suchst nach seriösen Unternehmen mit einem Burggraben. Du kaufst die Aktie und wartest einfach ab.

Ich muss dir das etwas Wichtiges sagen:

Investieren ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Du kaufst die Aktie und wartest einfach 5, 10, 20 oder sogar 30 Jahre ab. Dann verkaufst du das Unternehmen mit hohen Kursgewinnen. Geht auch früher, aber Burggraben-Aktien bieten vor allem langfristig ein hohes Kurspotenzial.

2. Dividende

Kommen wir zur zweiten Methode, wie du mit Aktien Geld verdienen kannst. Die Geschäfte unserer Dönerbuden-AG laufen wunderbar. Am Ende bleiben sogar Gewinne übrig. Das Management überlegt sich, was es mit dem Geld anstellen soll.

»Hm, wir haben da 5.000 Euro übrig. Ohne unsere Aktionäre hätten wir niemals expandieren und so viel Erfolg haben können. Geben wir ihnen dieses Geld!«

Ich habe ja vorher gesagt, dass 1.000 Aktien der Dönerbuden-AG existieren. Jetzt rechnet das Management 5.000 Euro durch 1.000 Aktien. Also gibt es pro Aktie eine Dividende von 5 Euro. Besitzt du 10 Aktien, würdest du 50 Euro Dividende erhalten. Falls dir der Begriff noch nicht 100 % klar ist, eine kurze Definition:

Die Dividende ist ein Teil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Vielleicht denkst du dir jetzt »und die Dividende kommt einfach so aufs Konto?«. Ja, das Geld wird direkt auf dein Depotkonto überwiesen. Es ist ein echtes passives Einkommen, für das du nichts tun musst. Außer eben Aktien zu kaufen! Du kannst dir mit dem Geld deinen Urlaub finanzieren oder machen, was du möchtest. Ich empfehle dir aber, es wieder in Aktien anzulegen. So steigerst du deine Gewinne langfristig.

Die Dividende ist eine mächtige Gelddruckmaschine.

Hier siehst du den Kursverlauf von McDonald’s mit und ohne Dividende. Durch die Dividende ist deine Rendite in den letzten 15 Jahren um über 130 % höher ausgefallen.

»Okay, Dividende ist super. Aber wie finde ich gute Dividenden-Aktien?«

So als Faustformel: Für mein Dividenden-Depot investiere ich in Aktien mit einer Dividende zwischen 3 und 7 %. Also suche dir Unternehmen raus, die dir gefallen und prüfe deren Dividende. Ansonsten sind Dividenden-Aristokraten eine gute Idee. Das sind Aktien, die seit mindestens 25 Jahren eine Dividende ausschütten. Prominente Beispiele sind McDonald’s oder Coca Cola.

Natürlich gibt es auch deutlich spekulativere Dividenden-Zahler wie Mowi.

Das ist übrigens ein norwegischer Lachshersteller. Aber da ist dein Risiko deutlich höher. Denn ganz ehrlich: Hast du jemals von Mowi gehört? Coca Cola hingegen kennt jeder seit seiner Kindheit. Würde ich 10 wildfremde Menschen auf der Straße nach Mowi fragen, sähe das Ergebnis ernüchternd aus. Ich schätze, 0 von 10 Leuten würden Mowi kennen.

Ich möchte betonen: In diesem Artikel möchte ich dir Strategien vorstellen, mit denen du ruhig schlafen kannst.

Beide Methoden sind dir zu kompliziert?

Ich verstehe es absolut, wenn du ein wenig verwirrt bist. Es gibt ungefähr 35.000 verschiedene Aktien weltweit. Und da sollte man sich für so 3 bis 10 Unternehmen entscheiden. Zum Glück kenne ich das Problem von Freunden und kann dich da absolut verstehen. Nicht jeder interessiert sich für Börse. So nach dem Motto: Ich kann mit Formel 1 nichts anfangen, und bin stattdessen überzeugter Fußball-Fan. Vielleicht möchtest auch du deine Geldanlage lieber einfach halten.

Dafür habe ich eine teuflisch gute Lösung: ETFs.

3. ETFs

»Aber du hast gerade von einfach gesprochen und kommst nun mit einem komplizierten Kürzel daher.«

Keine Sorge, ich erkläre dir ETFs ganz einfach in wenigen Sätzen.

ETFs sind Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds.

Börsengehandelt bedeutet, dass du die ETFs ganz bequem über die Börse und damit über dein Depot kaufen kannst. Aber was heißt Indexfonds? Das möchte ich dir bildlich erklären.

Denk an unsere Dönerbude zurück.

Das ist ja ein einziges Unternehmen, also eine Aktie. Unser Laden hat aber auch Konkurrenten. Sagen wir, in ganz Deutschland gibt es 3 andere Döner-Unternehmen, die Aktien besitzen. Insgesamt sind es also 4 Döner-Aktien. Aus diesen 4 Unternehmen können wir den Deutschen Dönerladen-Index bilden. Der Kurs dieses Index ist ein Mittelwert aller 4 Aktien.

Demnach ist ein Index einfach nur ein Wertpapierkorb, der ein bestimmtes Motto verfolgt. Beim fiktiven Deutschen Dönerladen-Index sind es Dönerbuden.

Du fragst dich vielleicht, was der Vorteil von einem Index ist? Geht eine Döner-Aktie pleite, können die anderen Aktien den Verlust auffangen. Wachsen die anderen Döner-Firmen gut und ihre Kurse steigen, machst du sogar Gewinne – trotz einer Totalpleite. Hättest du stattdessen genau in diese eine Pleite-Aktie investiert, wäre dein Geld komplett weg.

Mit einem ETF schläfst du also deutlich ruhiger. Du kannst ihn 20, 30 oder 40 Jahre im Depot lassen. Solange du eben an die Döner-Branche glaubst. Neue deutsche Döner-Aktien werden automatisch in den Index aufgenommen, wenn sie die Voraussetzungen wie eine bestimmte Firmengröße erreichen. Dafür musst du gar nichts tun, außer den ETF zu besitzen.

Klingt wunderbar, nicht wahr?

Bisher haben wir uns ja im fiktiven Rahmen unterhalten. Ich möchte dir nun einige Indizes vorstellen, die du mit ETFs besparen kannst. Ich muss aus rechtlichen Gründen kurz anmerken, dass das keine Anlageberatung ist:

  • DAX (Top 30, Deutschland)
  • S&P 500 (Top 500, USA)
  • NASDAQ (Top 100, USA Nicht-Finanzen wie Microsoft, Tesla und Netflix)
  • MSCI World (> 1.620 Firmen, 23 Industriestaaten)
  • MSCI Emerging Markets (> 1.120 Unternehmen, 24 Schwellenmärkten wie Indien, China oder Brasilien)
  • Euro Stoxx 50 (Top 50, Eurozone)

Du kannst dir 2-4 dieser Indizes aussuchen. Ich persönlich halte 30 % DAX, 30 % S&P 500, 30 % MSCI World und 10 % MSCI Emerging Markets für sinnvoll. Das ist aber nur ein Beispiel und keine Anlageberatung.

Info: Der MSCI World ist ein bisschen tricky, denn US-Unternehmen sind dort sehr stark gewichtet. Daher würde ich nicht nur S&P 500 und MSCI World besparen. Ansonsten liegt dein Fokus zu stark auf den USA. Außer du willst dich bewusst auf dieses Land konzentrieren, weil du dort enorme Wachstumschancen siehst.

Rechtlicher Hinweis: Der Beitrag dient nur der Information und ist keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung!

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