Tesla vs. deutsche Autobauer: Wer gewinnt? (Audi, BMW, Daimler, VW)

Haben BMW, Daimler und VW die Zukunft verschlafen? Geht es um Megatrends wie E-Autos oder autonomes Fahren, lese ich kaum ein Wort von deutschen Autobauern. Da tauchen immer nur News von Tesla auf. »Bald soll ein Tesla mit 600 Kilometern Reichweite kommen«, sagt Elon Musk. Das klingt toll, denn das Modell S bringt es auf maximal 595 Kilometer. Und wie sieht die Newslage bei Daimler aus? »Deutschlands luxuriösestes SUV kann alles – außer Elektro.»

Um den Gewinner zu ermitteln, lasse ich deutsche Autobauer gegen Tesla antreten. Wer glaubst du, gewinnt diesen Wettstreit? Die Antwort gibt’s in diesem Beitrag!

Das Elektro-Fachmagazin Electrive bringt es auf den Punkt: »Tesla und dann lange nichts.»

In dem Artikel ging es logischerweise um Elektro-Mobilität. Auch die chinesische Regierung erweist sich für deutsche Autobauer als Spielverderber. Ab Januar 2020 soll eine Zwangs-Quote für E-Autos eingeführt werden. Jeder Autohersteller, der in China aktiv ist, muss mindestens 8 % Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb bauen.

Für Tesla ist das natürlich kein Problem. Aber wie reagieren BMW, Daimler und VW? Sie weinen herum und schicken Mutti vor. Die deutsche Bundesregierung verhandelt hinter den Kulissen mit China.

»Der Widerstand der Autokonzerne wächst. Autolobbyisten weltweit beschweren sich.»

So schreibt es die Tagesschau. Aus Sicht der deutschen Autokonzerne ist das verständlich. Sie stellen ihre Produkten erst allmählich auf E-Mobilität um. Der Fokus liegt dabei auf dem Wörtchen »allmählich«. Immerhin ist bei Daimler ab jetzt der erste Mercedes-Stromer bestellbar. Das Modell nennt sich EQC. Die Reichweite soll bei bis zu 471 Kilometern liegen.

Die deutschen Autobauer scheinen aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. Dabei wurden sie wohl von Chinas E-Auto-Boom und dem neuen Konsumverhalten wachgeküsst. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind gerade voll im Trend. Da passen Elektroautos als saubere Fahrzeuge ins moderne Straßenbild. Langfristig könnte mit politischen Förderungen zu rechnen sein.

Die Wahlergebnisse sprechen eine klare Sprache.

  • Bei der Europa-Wahl konnten die Grünen ihren Stimmanteil nahezu verdoppeln.
  • Bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl sieht es ebenso rosig aus. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 25 % der Befragten grün wählen.

Dass Elektro-Autos tendenziell mehr von diesem Trend profitieren, liegt klar auf der Hand. E-Fahrzeuge werden in der breiten Bevölkerung als umweltfreundlicher wahrgenommen. Ob das wirklich so ist, darüber kann man streiten.

Viele Anhänger von E-Autos vergessen, dass Batterien hergestellt werden müssen und nicht vom Himmel fallen. Der ADAC hat da eine interessante Statistik aufgestellt. Bei einer Fahrleistung von 150.000 Kilometern haben Elektro-Autos eindeutig die Nase vorne. Die Klimabilanz ist da am besten.

Allerdings zeigt die Grafik die Schwächen der E-Autos auf. Bei der Autoproduktion entstehen mehr CO2-Emissionen. Das liegt an der Batterieherstellung. Um Batterien herzustellen, wird der dafür erforderliche Strom häufig aus Kohle oder Erdöl erzeugt. Deshalb gibt es in der Grafik beim Elektro-Auto zwei Balken. Bei 100 % regenerativer Batterieherstellung schwindet dieser Nachteil. Dann sind E-Fahrzeuge eindeutig die ökologisch bessere Option. Und 100% erneuerbare Energien ist Teslas Traum, den sie versuchen mit dem Solardach und den Powerwalls zu verwirklichen.

Nun könnte man argumentieren, deutsche Autobauer würden diesen Nachteil kennen. Sie warten auf eine umweltfreundlichere Batterieherstellung. Aber wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Ich denke eher, BMW, Daimler und Co. haben sich entweder verschätzt oder fahren bewusst ihre aktuelle Strategie. Vielleicht dachten die deutschen Autokonzerne, es würden noch viele Jahre bis zur E-Mobilität vergehen. Deshalb ist man dieses Thema sehr langsam angegangen.

Frei nach dem Motto: Warum in eine Technologie von morgen investieren, wenn die Aktionäre bereits heute Umsätze sehen möchten?

Womöglich haben die Autokonzerne einfach strategisch gedacht. Die komplette Unternehmensinfrastruktur ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet. Warum sollte man da überstürzt auf Elektro-Antrieb umsteigen? Es werden ja weiterhin satte Umsätze und Gewinne mit Benzinern erzielt.

Die Nachfrage regelt das Angebot.

Und die Kunden möchten offensichtlich weiter Benziner fahren. Erst jetzt scheint sich das langsam zu ändern. Die aktuellen Klimadebatten haben zu einem Sinneswandel geführt. Was Greta Thunberg zu sagen hat, dürfte wohl kaum einen Manager interessieren. Was die Auto-Manager interessieren dürfte, sind die Vorgaben der chinesischen Regierung.

Anfangs habe ich ja die Quote von 8 % Elektro-Fahrzeugen erwähnt. China macht Verbrennern das Leben immer schwerer. Vor paar Monaten hat die Regierung ein wegweisendes Gesetz beschlossen. Von nun an dürfen keine neuen Autobauer an den Start gehen, die ausschließlich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren herstellen. Jedes neue Auto-Unternehmen muss Elektro-Fahrzeuge in seiner Flotte haben. Ansonsten wird der Firma die Gründung verweigert.

Dieses Gesetz zeigt eindeutig, dass die Zukunft elektrisch ist. Es betrifft zwar keine großen Autokonzerne wie BMW oder Mercedes, aber der Weg ist eindeutig. Die chinesische Regierung möchte weg von klassischen Verbrennern.

China ist deshalb so wichtig, weil das Reich der Mitte zwei Rekorde hält.

  • Dort werden die meisten Autos der Welt hergestellt.
  • Zugleich ist es auch der größte Absatzmarkt für Fahrzeuge.

Daimler erzielt dort über 10 % seiner Umsätze. Das prozentuale Wachstum der verkauften Autos war dort am größten. Wegen den Handelskrieg können Einbußen erfolgen, der langfristige Trend ist jedoch klar. China ist und bleibt ein wichtiger Umsatzmarkt.

Und genau da ist Tesla wunderbar positioniert.

Der kalifornische Autobauer baut dort gerade seine Gigafactory 3 in Shanghai. Die jährliche Kapazität soll bei 500.000 Fahrzeugen liegen. Also ein echtes Mammut-Projekt.

Aber es gibt auch einige Kritikpunkte.

Schauen wir uns die Autoverkäufe für 2018 an.

Volkswagen liegt mit 3,1 Millionen verkauften Fahrzeugen klar auf Nummer 1. Mercedes-Benz bringt es auf mehr als 510.000 Autos. BMW schafft rund 470.000 Fahrzeuge. Sagen wir, Tesla würde nächstes Jahr wirklich 500.000 Autos herstellen. Ich glaube eher weniger daran, aber schauen wir.

Bereits dieses Jahr sollen 3.000 Model 3 vom Band rollen. Mit einer halben Million Autos hätte Tesla ungefähr den Marktanteil von BMW oder Mercedes-Benz. Das ist super für Tesla, aber von den reinen Stückzahlen eher wenig. Vom Marktanteil wäre der US-Bauer nicht einmal in den Top 10. Das kann sich natürlich ändern, sollte Tesla weiter expandieren. Außerdem klaut das kalifornische Unternehmen deutschen Autobauern wertvolle Kunden. Tesla fährt eine aggressive Wachstumspolitik. Die Anzahl der produzierten Fahrzeuge kann sich erhöhen.

Junheng Li, die Geschäftsführerin der Research-Firma JL Warren Capital LLC sieht das ein bisschen anders. Sie glaubt, für Teslas Model 3 gibt es landesweit nur wenige hunderte Bestellungen.

Anscheinend fährt Tesla eine falsche Strategie:

  • Es soll keine Autos für Testfahrten geben.
  • Zudem fehlt es an Kunden-Bewertungen.
  • Der letzte Punkt ist aber dramatischer: Chinesen mit Durchschnitts-Einkommen würden wohl große Autos bevorzugen.

Das ist die Stärke von Daimler, die solche Fahrzeuge gezielt für den chinesischen Markt produzieren. Nur für China wird eine spezielle Version des GLC gebaut. Der GLC L ist um 9 Zentimeter länger als die normale Variante. In China gilt Länge als Statussymbol. Wer in einer Langversion in der zweiten Reihe sitzt, gilt gesellschaftlich als erste Klasse. Daimler gilt in China definitiv als Statusauto und genießt damit einen entsprechenden Vorteil. Ich glaube, da wird Tesla nicht eindringen. Elon Musk richtet sein Model 3 ja gezielt auf Durchschnittsverdiener aus. Da hat Daimler eine ganz andere Zielgruppe.

Eine kleine Info am Rande: Ich habe vorher über den Bau der Gigafactory 3 berichtet. Tesla plant die Herstellung von 500.000 Autos pro Jahr. Dieses Ziel hat Daimler praktisch erreicht. Bereits jetzt produziert der deutsche Autobauer 480.000 Fahrzeuge in seinem Werk in Peking. Damit ist es eines der größten Einzelwerke des Unternehmens.

Das war aber erst der Anfang.

Es entsteht ein neues Werk in China, um die Elektro-Offensive voranzutreiben. Was Daimler hat, muss Tesla also erst aufbauen. Allerdings hat Tesla deutlich größere Wachstumschancen. Das Wachstum für Daimlers Oberklassenmodelle ist begrenzt. Tesla kann mit seiner durchschnittlichen Zielgruppe tendenziell stärker wachsen. Aktuell wird die erste Gigafactory in China gebaut. Niemand sagt aber, dass es nur bei einer Fabrik bleiben wird. Da müssen wir die Umsätze nach dem Bau beobachten. Verkauft Tesla seine E-Autos eher schleppend, brauchen wir über keine zweite Fabrik sprechen.

Kommen wir aber jetzt zu einem anderen Punkt. Bisher haben wir uns über Modelle und die Verkäufe in China unterhalten. Ich habe den Fokus bewusst auf China gelenkt, da es eine Art Vorreiter ist. Dort werden weltweit die meisten Elektro-Autos verkauft. Außerdem kann die Politik schneller Änderungen durchsetzen. Die Subventionen für E-Fahrzeuge wurden deutlich gekürzt. Bis vor kurzem erhielten Käufer für Autos mit einer Reichweite ab 400 Kilometern 3.300 Euro. Diese Summe wurde nun halbiert. Ich denke, dieser Schritt ist erfolgt, weil E-Autos in der Bevölkerung etabliert sind. Andere Länder wie Deutschland stehen erst vor diesem Schritt.

Bisher sind eher die deutschen Autobauer vorne. Sie verfügen über mehr Verkäufe und damit über eine gewisse Marktstärke. Würden sie ein Elektro-Auto in großen Zahlen auf den Markt bringen, würde es sich gut verkaufen. Allein deshalb, weil BMW, Daimler und VW als Marken bekannt sind. Tesla gilt als Pionier der Elektro-Fahrzeuge. Die Marke hat etwas mystisches. Ich persönlich sehe da jedoch das Statussymbol Mercedes vorne. Jedoch könnte die Umstellung auf E-Autos, unbeabsichtigt, auch Tesla im deutschen Markt puschen, da E-Autos sich etablieren, was bisher in Deutschland nicht der Fall ist.

Jetzt kommt ein Punkt, der alles ändern könnte.

Sprechen wir über die Innovationskraft.

Laut dieser Statistik des Auto-Instituts steht Tesla ganz klar auf Rang 1. VW gurkt irgendwo auf Platz 12 im Niemandsland herum. Innerhalb von einem Jahr hat es Tata Motors geschafft, VW zu überholen. Du siehst, wie Tata von 2017 bis 2018 an Volkswagen vorbeizieht. Vorher lag die Innovationskraft bei 0.

Unter den Top 7 ist kein einziger deutscher Autobauer vertreten.

Ich sehe das als absolutes Armutszeugnis für Daimler und Co. Die Grafik zeigt deutlich, dass sich deutsche Fahrzeugbauer auf ihren Erfolgen ausgeruht haben. Man hat auf seine Marktstärke gesetzt.

Dieses Konzept kann einige Zeit aufgehen. Aber wie viele Personen siehst du mit einem Nokia 3210 herumrennen? Genau, niemanden, denn Nokia hat den Sprung ins Smartphone-Zeitalter verpasst. Man hat sich zu lange auf den Handy-Erfolgen zur Jahrtausendwende ausgeruht. Ich finde, die Smartphone-Metapher beschreibt die Autobranche wunderbar. Auf der einen Seite haben wir die deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen. Sie nehmen die Rolle von Nokia ein. Und dann haben wir Tesla, das wie Apple seine Chance wittert.

Denn auch hier gilt: Wer einen Verbrenner (Tastenhandy) bauen kann, kann nicht automatisch ein gutes Elektroauto (Smartphone) bauen. Da Nokia geschlafen hat, konnte Apple diese Chance gezielt nutzen.

Momentan befinden wir uns kurz vor dem Sprung ins Smartphone-Zeitalter. Apple hat sein erstes Modell herausgebracht und fängt an, sich zu etablieren. Weitere Modelle stehen in den Startlöchern.

Im Gegensatz zu Nokia scheint die deutsche Autobranche aufzuwachen. Es wird Geld in Elektro-Autos investiert, zumindest in den Ausbau der Fabriken. Ich erinnere an das China-Engagement von Daimler. Aber Tesla geht deutlich aggressiver vor. In 1 bis 2 Jahren könnte der US-Autokonzern ähnliche Verkaufszahlen wie Daimler oder BMW besitzen.

Dabei finde ich eine eigentlich negative News sehr interessant.

Die Gigafactory 3 soll anstelle von 500 Millionen US-Dollar stolze 5 Milliarden kosten. Aber die chinesischen Geldhäuser sollen keine Probleme mit der Kreditvergabe haben. Das Darlehen soll gewährt werden, sofern diese Information wirklich stimmt. Dies zeigt mir, dass chinesische Banken an Teslas Erfolg glauben. Und die kennen sich mit dem regionalen Automarkt hervorragend aus. Würden sie nicht an den Absatzerfolg glauben, würden sie kein derart hohes Darlehen an einen US-Konzern vergeben.

Tesla ist ein echter Motivationsmotor und könnte einen ähnlichen Siegeszug wie Apple feiern. Nokias Untergang könnte sich durch eine Reinkarnation der deutschen Autobauer wiederholen. Aber machen wir einmal halblang.

Sehen wir uns den aktuellen Status an.

Hier ist eine Grafik zu den Markenwerten. Die Statistik wird jährlich vom Marktforschungsunternehmen Kantar Millward Brown erhoben. Das ist das spezielle Branchenranking der Autobauer. Daimler dürfte sich als heimliche Nummer 1 fühlen, da Toyota in einem anderen Preissegment unterwegs ist. Dafür ist BMW erstaunlich gut auf Rang 3 positioniert.

Und nun kommt die erste Ernüchterung: Volkswagen wurde bereits von Tesla überholt. Die Marke Tesla wird als wertvoller bewertet.

Jetzt muss ich wieder an Nokia denken. Smartphone-Tesla ist in diesem Ranking an Handy-Volkswagen vorbeigezogen. Daimler ist noch weit voraus, doch das kann sich ändern. Im Vergleich zum Vorjahr haben BMW und Daimler 9 % ihres Markenwertes verloren. Tesla hat nur 1 % eingebüßt, was der beste Wert aller Autobauer ist.

Doch Statistiken können sich irren. Vielleicht ist das Marktforschungsinstitut von weniger relevanten Daten ausgegangen. Man denke nur an die Wahlprognosen, die relativ oft falsch liegen. Sehen wir uns eines der wichtigsten Kriterien an, nämlich die Reichweite.

Für Kunden ist es entscheidend, wie weit sie mit ihrem E-Auto fahren können. Das Tankstellen-Netz für Elektro-Fahrzeuge ist noch kaum ausgebaut. Für längere Routen muss man seine Stopps im Vorfeld planen, um bei der Suche nicht ins Schwitzen zu geraten.

Aktuell dominiert Tesla das Reichweiten-Ranking mit vier Modellen. Elon Musk düpiert die deutschen Autobauer mit einem witzigen Fakt: Das Model S von 2012 steht dabei auf Rang 4. Kein anderer Hersteller hat bisher mehr Reichweite hinbekommen. Das ist ein echtes Armutszeugnis für die Konkurrenz. VW investiert sehr viel Geld in Forschung und konnte das Tesla-Modell von 2012 noch nicht übertreffen. Das sagt viel zum technischen Stand aus.

Immerhin bringt es Daimlers EQC auf rund 255 Meilen. Der Brutto-Einstiegspreis liegt aber bei 71.281 Euro. In Deutschland zahlt man für die Long-Range-Variante 56.400 Euro und da sind die Mehrwertsteuer inklusive Bearbeitungsgebühr bereits enthalten. Du musst dir das einmal durch den Kopf gehen lassen. Der Premium-Autobauer Daimler bringt 2019 ein Luxus-Fahrzeug heraus, das gerade einmal die Reichweite von einem Model S von 2012 hinbekommt. Ich würde sagen, in technischer Hinsicht ist der Gewinner mehr als eindeutig. Tesla fährt den deutschen Autobauern meilenweit davon.

Aber BMW, Daimler und Volkswagen haben einen Trumpf in der Hinterhand. Die deutschen Autohersteller weisen gesunde Bilanzen auf. Im Gegensatz zu Tesla müssen sie nicht händeringend nach Kapital suchen.

Morgan-Stanley Analyst Adam Jonas bezeichnet Tesla als »eine verzweifelte Kredit- und Restrukturierungsgeschichte«.

Dagegen erwirtschaften die deutschen Autobauer konsequent seriöse Umsätze und Gewinne. Außerdem bauen sie so langsam ihre E-Auto-Palette aus. Das geschieht zwar nicht so offensiv wie bei Tesla, aber dafür mit typisch deutscher Sorgfalt. Wegen dem Handelskrieg sind die Aktien der deutschen Autobauer günstig bewertet.

Aktien lassen sich nach dem Kurs-Gewinn-Verhältnis einordnen. Ein günstiger Wert deutet eine mögliche Unterbewertung an. Hier siehst du die einzelnen Autobauer.

Die deutschen Autobauer sind tendenziell günstig. Allerdings kann ein niedriger Wert auch für Probleme stehen. Und davon hatte die deutsche Autoindustrie zuletzt reichlich. Deshalb sind die KGV-Werte so niedrig. Bei Tesla gibt es kein KGV, da das Unternehmen rote Zahlen schreibt. Als Bonus zahlen die deutschen Autobauer eine Dividende. Die gibt es bei Tesla auch nicht.

Es hat aber gute Gründe, wieso die deutschen Autobauer so günstig notieren. Ein wichtiger Grund sind die Umsatzeinbußen durch den Handelskrieg. Das belastet die Zukunftsaussichten für künftige Quartale. Außerdem kommt das Verschlafen von Trends hinzu. Elektro-Modelle kommen eher schleppend. Das lässt Zukunftsfantasie vermissen.

Können die deutschen Autobauer den Umstieg auf E-Mobilität meistern, besteht gewaltiges Aufholpotenzial. Denn genau das sagt ein niedriges KGV aus. Laufen die Geschäfte wieder gut, können solche Aktien überdurchschnittlich gut performen.

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Kommen wir nun zur Preisfrage. Wer gewinnt den Wettstreit Tesla versus deutsche Autobauer?

Wie du vielleicht schon in meiner Argumentation gemerkt hast, ist in meinen Augen Tesla der glückliche Gewinner. Aus technischer Sicht führt Elon Musk das Feld mit weitem Vorsprung an. Da gibt es nichts zu diskutieren.

Wir können höchstens darüber reden, wie weit die Konkurrenz zurückhinkt.

Der stärkste Vorteil von Daimler und Co. ist ihre Markenstärke. Daimler zählt auf der ganzen Welt als Statussymbol. Wer seinen Reichtum demonstrieren möchte, kauft sich einen großen Mercedes. Aber denk an Nokia und den Siegeszug der Smartphones. Noch haben es die deutschen Autobauer selbst in der Hand. Sie können auf Trends wie E-Mobilität oder autonomes Fahren aufspringen. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo sie die negative Entwicklung wie Nokia nicht mehr aufhalten können. Ich persönlich glaube, dass sie das Ruder rumreißen.

Aber ich schätze das potenzielle Wachstum von Tesla deutlich höher ein.

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