Meine YouTube Einnahmen sind auf Droge!

Es war einmal ein Finanzjournalist namens Nik. Er lebte glücklich und zufrieden von seinem Gekritzel. Oder wie es die Haie vom Finanzamt sagen: freiberuflicher Autor nach Paragraph 18 des Einkommenssteuergesetzes.

Eines Tages ereignete sich etwas Unerwartetes. Der Finanzjournalist wurde von etwas gepackt, was er niemals zuvor gefühlt hatte: dem Wunsch nach Freiheit.

Als Journalist konnte Nik leben, wo er wollte. Aber sein Job hatte einen dämonischen Nachteil: Seine Arbeitgeber schrieben ihm vor, worüber er zu schreiben hatte. Nik befand sich in einem verbalen Gefängnis. Er wusste, er muss aus diesem Gefängnis ausbrechen. Er möchte in seine Freiheit galoppieren, um glücklich zu werden. Und der Krimi nahm seinen Lauf.

In der Hauptrolle: Nik, ein Finanzjournalist. In Ausnahmefällen auch als Alkohol-Rezensent tätig.

Aber psst, das ist ein Geheimnis. Um seine Freiheit zu erlangen, sah Nik nur einen Ausweg. Er musste sich von seinen Auftraggebern unabhängig machen. Jahrelang suchte er nach einer Lösung. Er kämpfte gegen unerbittliche Alkohol-Geister und brachte sich sogar in Lebensgefahr. Doch eines Tages fand Nik die Lösung, nachdem er ein halluzinogenes Steak verspeist hatte: YouTube.

Begleite mich auf meinem wilden Finanzritt.

  • Du erfährst auf den Cent genau, wie viel ich im Monat September verdient habe.
  • Ich zeige dir auch meine Affiliate-Einnahmen.
  • Als Bonus erzähle ich dir, welche Business-Anfragen ein YouTuber mit 9.000 Abonnenten erhält. Du wirst überrascht sein, was da alles so reinkommt.

Ich würde sagen: Reiten wir meinem YouTube Verdienst entgegen.

Ich habe diesen Kanal im Januar 2019 gestartet. Das erste Video kam am 2. Januar heraus.

Der Name: »Börsenfehler: 6,66 eselhafte Todsünden«. Bis heute hat es über 700 Aufrufe erzielt. Mein Lohn: Stolze 44 Cent und 4 Abonnenten. Falls du dich über das Tumbnail und den Video-Titel wunderst: Der Kanal hieß ursprünglich Luzifers Finanzen. Ich habe mich damals bewusst für eine offensive Strategie entschieden. Mit dem Luzifer-Image wollte ich provozieren und Aufmerksamkeit wecken. Die Strategie ging auf, wie du anhand meiner Abo-Zahlen siehst.

Nach 10 Monaten habe ich über 9.100 Abonnenten. Ich bin für jeden einzelnen Abonnenten extrem dankbar!

Inzwischen habe ich diesen Kanal in Nik Navarskij umbenannt. Das ist mein echter Name. Für die ersten 2000 Abonnenten war die offensive Strategie genau richtig. Allerdings war das Luzifer-Image etwas zu offensiv. Einige Zuschauer fühlten sich davon gestört und führten ethische Kritik an. Deshalb änderte ich Luzifers Finanzen in meinen echten Namen.

Rein strategisch ist mein echter Name besser, da ich einfacher Kooperationen schließen kann. Kaum ein seriöses Unternehmen möchte mit Luzifers Finanzen zusammenarbeiten. Mit meinem echten Namen bin ich besser für die Zukunft aufgestellt.

Was verdiene ich als YouTuber?

Kommen wir zu meinen YouTube-Einnahmen. Ich erzähle dir zuerst, was ich in YouTube verdient habe. Später zeige ich dir meine Affiliate Einnahmen. Soviel kann ich dir verraten: Mein Affiliate Verdienst ist deutlich höher als das, was ich mit YouTube verdiene.

Fangen wir mit meinen YouTube-Einnahmen an, also das, was mir YouTube für Werbung in meinen Videos bezahlt.

Vom 1. Januar bis zum 31. August habe ich insgesamt 2.470 Euro verdient. Das ist ordentlich, da ich erst dieses Jahr mit YouTube angefangen habe. Mit diesen knapp 2.500 Euro sind meine Kosten fürs Equipment bezahlt. Also was ich für Kamera, Beleuchtung und Schnittprogramme ausgegeben habe.

Hier siehst du meinen Kontoauszug. Ich habe nach Google Auszahlungen gefiltert. Das ist das komplette Geld, was mir YouTube bisher bezahlt hat. Du siehst, es wird immer paar Tage nach dem 20. ausbezahlt. Mein YouTube Einkommen für September erhalte ich also in rund 2 Wochen.

Was ich vom 1. bis zum 31. Oktober verdiene, gibt es dann um den 22. November aufs Konto.

Du siehst, ich konnte meinen Verdienst jeden Monat erheblich steigern. Im Juni habe ich bisschen über 218 Euro verdient. Im Juli waren es 997 Euro und im August dann 1.254 Euro. Die 44 Cent am 16. Juli gabs für die Kontobestätigung.

Kleiner Fun-Fact: Das erste Geld habe ich am 3. Juni 2019 verdient. Es sind damals stolze 1,65 Euro geflossen. Ich bin schon gespannt, wie viel es am 3. Juni 2020 sein werden.

Ich konnte jeden Monat meine Einnahmen steigern. Im August waren es wahnsinnige 1.254 Euro. Insgeheim habe ich auf eine ähnliche Summe gehofft. Mit 1.200 Euro kann ich ordentlich etwas anstellen.

  • Miete,
  • Lebensmittel,
  • abends weggehen – das alles ist mit diesem Geld gedeckt.
  • Ich kann sogar etwas Geld in meinen Kanal investieren.

Auto brauche ich nicht, da ich viel reise. Das spart mir sehr viel Geld ein. Ich miete mir auch niemals Wohnungen mit 3 oder 4 Zimmern. Eine große Wohnung bringt mir nichts, ganz im Gegenteil: Ich muss mehr saubermachen. Nein danke, das kann ich mir sparen. Deshalb komme ich mit so 1.000 Euro im Monat wunderbar zurecht. Und ich gehe meistens einmal die Woche gut essen.

Hinweis zum YouTube Einkommen: Alle Zahlen sind brutto. Ich finde, netto macht keinen Sinn, weil jeder Zuschauer verschiedene Voraussetzungen hat. Einer ist vielleicht Student und hat z. Bsp. noch viel Luft im Grundfreibetrag. Ein anderer verdient seine 40.000 Euro netto und muss natürlich mehr Steuern bezahlen. Und dann gibt es so Dinge wie Steuerfreibeträge für Selbstständige.

Um es kurz zu machen: Alle Zahlen in diesem Video sind brutto und du kannst dir dein persönliches Netto selber ausrechnen. Was habe ich nun im Monat September verdient? Da habe ich leider schlechte Nachrichten.

Ich komme da nur auf 907,50 Euro. Damit du mich nicht falsch verstehst: Das sind super Einnahmen und ich bin total glücklich damit. Aber wenn man im Vormonat über 1.200 Euro verdient, hofft man auf wenigstens 1.000 Euro. Es sind jetzt 907,50 Euro geworden.

Meine CPM lag bei 15,75 Euro. CPM sind die Einnahmen pro 1000 Klicks. Knapp 16 Euro sind ein extrem starker Wert.

  • Beauty-YouTuber kommen auf 3 bis 6 Euro herum.
  • Gamer erhalten 50 Cent bis 3 Euro.
  • Die meisten LetsPlayer kommen jedoch nur auf einen Euro.
  • Im Bereich Comedy sind es meist nur 50 Cent bis 1 Euro.

Viele große Kanäle haben noch ein weiteres Problem: Die Videos werden von YouTube demonetarisiert. Das macht der Algorithmus vollautomatisch, z. Bsp. wenn in der Überschrift das falsche Wort enthalten ist. Oder wenn der YouTuber viele Schimpfwörter sagt.

Das hat einen guten Grund: Meine YouTube-Einnahmen regnen nicht vom Himmel. Das Geld kommt von Unternehmen. Und diese Unternehmen möchten nicht mit irgendwelchen Ausdrücken assoziiert werden. Sie möchten ihr gutes Image bewahren.

Deshalb demonetarisiert YouTube einige Videos gezielt. Einige YouTuber beschweren sich darüber, aber Leute: Was erwartet ihr, wenn ihr tausend böse Worte in eure Videos einbaut?

Life of Boris ist ein gutes Beispiel. Ab und an sagt der YouTube einige russische Ausdrücke. Ich liebe den Kanal, aber kann es verstehen, warum dort Unternehmen keine Werbung sehen möchten.

Trotz über 2,5 Millionen Abonnenten erhält Boris kein Geld von YouTube. Boris betont immer wieder, dass seine Videos sofort demonetarisiert werden. Um von YouTube leben zu können, muss Boris andere Einnahmenquellen erschließen. Und die hat er!

So viel verdienen große YouTuber (Life of Boris)

Boris nutzt Patreon, um Spenden von seinen Fans zu empfangen. Pro Monat erhält er über 4.300 US-Dollar. Das sind um die 3.900 Euro herum.

Außerdem betreibt er einen zu seinen Videos passenden Onlineshop. Was er mit dem Onlineshop verdient, hat Boris bisher noch nicht verraten. Ich würde um die 2.000 bis 3.000 Euro im Monat schätzen. Das ist aber nur meine Schätzung und ich kann komplett falsch liegen.

Ich habe nur durch YouTube 907 Euro erhalten. Wenn du mal vergleichst: Boris erhält durch Patreon um die 3.900 Euro. Mit dem Onlineshop werden es um die 7.000 Euro im Monat sein. Wie gesagt, das ist nur meine Schätzung, die komplett falsch sein kann. Vielleicht verdient er sich noch mit Werbedeals was dazu.

Jetzt kommt der spannendste Punkt:

  • Boris hat über 2,5 Millionen Abonnenten.
  • Ich bringe es auf nur 9.100 Abos.

Das ist ein gigantischer Unterschied. Unser Gehaltsunterschied ist aber gar nicht so groß. Wenn du das im Verhältnis zu den Abos siehst. Ich löse meinen Verdienst-Krimi auf.

Hier kommen meine Affiliate Einnahmen für September! Mit den Links unter meinen Videos habe ich 1.650 Euro verdient. Ich habe die Zahl gerundet, weil ich das Geld noch nicht auf dem Konto habe. Das kann bin zu 2 Monate dauern. Das ist ein kleiner Nachteil bei Affiliate Einnahmen.

Außerdem können einzelne Sales storniert werden. Wenn z. Bsp. jemand die Registrierung doppelt abgeschickt hat. Dann verliere ich einen Sale. Deshalb können es am Ende 100 Euro mehr oder weniger sein. Es sollten jedoch um die 1.650 Euro sein. Ich kann leider nicht genau erklären, wie sich diese 1.650 Euro zusammensetzen. Also für welches Partnerprogramm es wie viel Geld gab. Einige Partner sind da sehr streng und verbieten es, über den genauen Verdienst zu sprechen. Du weißt aber, wo dieses Geld herkommt.

Der Löwenanteil kommt von den Links unter meinen Videos. Da habe ich 7 Partner, deren Produkte ich sehr gut finde.

Eine Affiliate-Quelle kann ich dir zeigen, weil das andere YouTuber auch machen.

Von Mintos erhalte ich für den September 287 Euro. Außerdem habe ich vor einem Monat meine neue Website released, auf der du dich gerade befindest. Dafür kopierte ich die Inhalte meiner alten Seite. Und nun fangen die Keywords langsam an zu ranken. Doch das kann bei Google einige Monate dauern. Auf meiner Website gab es bereits jetzt einige Sales. Pro Tag kommen um die 100 bis 300 Besucher rein. Ich schätze den Anteil auf circa 10 %, höchstens 200 Euro.

Langfristig möchte ich meine Website-Einnahmen deutlich erhöhen. Bis Ende des Jahres wären über 500 Euro im Monat wunderbar.

Insgesamt habe ich im September mit meinem YouTube-Projekt 2.557 Euro verdient.

  • 907 Euro reine YouTube-Einnahmen.
  • Und dann kommen die Affiliate-Links mit rund 1.650 Euro hinzu.

Am Ende sollten es um die 2.500 bis 2.600 Euro werden. Wie gesagt, die Affiliate Einnahmen können sich bisschen verändern. Ob es 50 Euro mehr oder weniger sind, spielt keine Rolle. Jetzt schließt sich der Kreis. Der Krimi vom Anfang ist gelöst. Dank YouTube habe ich nun keinen klassischen Arbeitgeber mehr.

Allerdings beginnt nun ein neuer Krimi. Kommen wir zu meinem versprochenen Bonus. Ich erhalte mehrmals die Woche irgendwelche Business-Anfragen. Da ist auch ziemlich viel unseriöses Zeugs dabei.

Ein Unternehmer wollte von mir, dass ich ein Finanzprodukt für ihn vorstelle. Die Sache hatte aber einen Haken: Es ging um irgendein Öko-Anlageprodukt. Er wollte offensichtlich dieses Produkt bewerben. Ich hätte aber nicht meine eigene Meinung sagen dürfen. Er wollte mir jedes Wort genau vorschreiben. Ich wäre somit der Esel gewesen, der sein Gesicht für irgendein Finanzprodukt zur Verfügung stellt.

Natürlich habe ich abgesagt und das trotz vierstelliger Summe.

Du möchtest YouTuber werden?

Dann habe ich einen Tipp für dich: Verkauf dich niemals unter Wert! Und das Allerwichtigste: Verspiele niemals deine gute Reputation. Aus diesem Grund werde ich niemals eine Kooperation machen, wo mir jedes Wort oder irgendeine Meinung vorgeschrieben wird. Ich lehne solche Anfragen sofort ab.

Ich nehme nur eine Kooperation an, wo mir das Unternehmen sagt: »Hier Nik ist unser Produkt. Schau es dir an und schreib darüber, was du möchtest. Ob du positiv oder negativ schreibst, ist uns egal.«

Und jetzt rate einmal, wie viele solcher Anfragen reinkamen. Genau, Null. Natürlich wünschen sich die meisten Unternehmen, dass ich positiv über sie berichte. Aber Pustekuchen, das gibt es bei mir nicht. Wenn ich ein Produkt schlecht finde, dann sage ich das auch.

Ich bin ein Stratege. Was bringen mir einmalig 1.000 oder 2.000 Euro, wenn ich dafür meinen Ruf verspiele? Dann schaut keiner mehr meine Videos oder liest diesen Blog! Niemand nimmt mehr meine Empfehlungen ernst. Deshalb werde ich mir niemals irgendwas vorschreiben lassen.

Auf meinem Kanal gibt es ehrliche Inhalte, wo ich immer frei aus meinem Herzen heraus spreche. Und das kann ich mir erlauben. Du genauso, wenn du einen eigenen Kanal hast oder bald mit YouTube durchstarten möchtest. Als YouTuber hast du heutzutage einen gigantischen Vorteil. Du kannst dir deine Partner frei aussuchen. Praktisch jedes Unternehmen bietet ein Partnerprogramm an. Da brauchst du keine dubiosen Kooperationen für paar mickrige Kröten eingehen.

Hier ein kleines Beispiel:

Vorher habe ich dir ja meinen Mintos Verdienst gezeigt. Zur Erinnerung: Es waren 287 Euro. Mintos zahlt seinen Affiliates für jede Registrierung 5 Euro. Zusätzlich gibt es 1 % der investierten Summe obendrauf. Klickt jemand auf den Link und zahlt 300 Euro bei Mintos ein, erhalte ich die 5 Euro Werbeprämie und 3 Euro Investment-Bonus. Insgesamt also 8 Euro.

Bisher habe ich alle Kooperationen abgelehnt. Ich denke bei YouTube langfristig. An erster Stelle steht immer die Community, also du. Mir ist es extrem wichtig, dass ich unabhängig und frei sprechen kann. Und das kann ich ohne Probleme, da ich z. Bsp. die Depots bewerbe, von denen ich überzeugt bin. Ich habe zahlreiche Affiliate-Links für Depots. Ich empfehle aber nur die Depots, die ich am besten finde. Das ist mein Versprechen an dich.

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